Mysteriöse Kriminalfälle der DDR

Tödliche Tabus (Deutschland, 2017)

bis 12:45
Recht und Kriminalität
  • Stereo
  • Breitwand-Format 16:9
  • Untertitel
  • HDTV
  • 20250329120000
VPS 00:00
Bild 1 von 2

Eine Nahaufnahme einer mit Blut beschmierten Hose . Mit der Dokumentation widmet sich ZDFinfo einem undurchsichtigen Feld in der ostdeutschen Geschichte. Der Zweiteiler wirft mit Archiv-Bildern, Aufnahmen von Hobbyfilmern und Berichten von Augenzeugen, Verbrechens-Opfern und Kriminalisten ein neues Licht auf die Ermittlungen bei Kapitalverbrechen - dabei sind einige Fälle bis heute ungeklärt.


Bildauswahl:


Bild 1
Bild 2

Themen

    Details

    Die Kriminalitätsstatistiken der beiden deutschen Staaten unterschieden sich kaum voneinander. Hüben wie drüben wurde betrogen, geklaut und getötet. Doch die DDR wollte der bessere Staat sein. Verbrechen passten nicht in den Sozialismus, denn das sozialistische Menschenbild ist ein friedliches. Deshalb war auch die Berichterstattung in der Presse spärlich.
    Die DDR-Bürger sollten glauben, dass ihr Land frei von Kriminalität sei. Dabei hatte die Aufklärung eines Verbrechens in der DDR oberste Priorität. Mit hohem Personaleinsatz und großem Aufwand sollten die Täter so schnell wie möglich hinter Schloss und Riegel gebracht werden. Die Kriminalisten in der DDR waren sehr gut ausgebildet und hatten in vielen Fällen Unterstützung vom Ministerium für Staatssicherheit. Denn auch die Stasi stellte bei Kapitalverbrechen professionelle und gut ausgestattete Ermittler. Das Verhältnis zwischen Kriminalpolizisten und Stasimitarbeitern war allerdings ambivalent. Denn das MfS saß immer am längeren Hebel. In einigen Fällen erfuhren die Polizisten der Morduntersuchungskommission nur wenig über die teils geheimen Ermittlungen des MfS. Doch die Stasi sollte nicht nur bei der Tätersuche helfen. Oft wurden Angehörige von Verbrechensopfern überwacht und bespitzelt, denn nur das Regime bestimmte, welche Informationen nach außen dringen durften. Vor allem, wenn die Tat von einem Parteifunktionär, einem Stasimitarbeiter oder einem Sowjetsoldaten begangen wurde, setzte die Stasi alles daran, den Vorfall zu vertuschen oder sogar den Täter zu decken. Sogar in den DDR-Krimis, wie in der populären Serie „Polizeiruf 110“, wurde streng darauf geachtet, dass es eine bestimmte Art von Verbrechen nicht gab. Der Staat zensierte jede einzelne Folge. Auch hier durften SED-Funktionäre, Soldaten oder Polizisten keine Mörder sein. Die Täter waren meistens Außenseiter der Gesellschaft, Alkoholiker oder psychisch Kranke. Mit der Dokumentation „Mysteriöse Kriminalfälle der DDR“ widmet sich ZDFinfo einem undurchsichtigen Feld in der ostdeutschen Geschichte. Sie wirft mit Archivbildern, Aufnahmen von Hobbyfilmern und Berichten von Augenzeugen, Verbrechensopfern und Kriminalisten ein neues Licht auf die Ermittlungen bei Kapitalverbrechen - dabei sind einige Fälle bis heute ungeklärt.

    Hinweis


    1 weiterer Sendetermin


    Top-Spielfilm am 29.03.

    Spielfilm

    SRTL 22:15: In 80 Tagen um die Welt
    SRTL
    22:15

    22:15:SRTL In 80 Tagen um die Welt

    Around the World in 80 Days, USA 2003

    SRTL, 22:15-00:35 Uhr

    Der exzentrische Londoner Erfinder Phileas Fogg hat sich einmal mehr mit seinen Wissenschaftlerkollegen angelegt. Etwas vorschnell geht er dabei die brisante Wette ein, in 80 Tagen die Welt umrunden zu können. Als Begleiter bietet sich ihm der Butler Passepartout an. Auf ihrer Reise rund um den Globus trifft das ungleiche Paar nicht nur auf zahlreiche legendäre Figuren des 19. Jahrhunderts, es...
    In 80 Tagen um die Welt

    Diese Sendungen könnten Sie auch interessieren

    Die schwersten Unglücke der DDR
    Die schwersten Unglücke der DDR

    Schuld ist nie der Sozialismus

    (Sa 29.3. 17:00 Uhr)

    TVinfo
    X
    Menü schliessen
    zum Seitenanfang