Der Palast des ehemaligen Diktators Saddam Hussein, der über den Ruinen des antiken Babylon thront, ist nur noch eine leere Hülle.
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Der Palast des ehemaligen Diktators Saddam Hussein, der über den Ruinen des antiken Babylon thront, ist nur noch eine leere Hülle.

Bis heute fertigen die Schiffbauer im Oman ihre traditionellen Daus nach den Vorgaben ihrer Vorfahren. (Daniel Gerlach, l.)

Die Dattel zählt zu den Grundnahrungsmitteln im Orient. Ihr Wert wird in vielen Legenden gepriesen. Daniel Gerlach besucht eine Dattelplantage nahe der Oasenstadt Nizwa im Sultanat Oman. (Daniel Gerlach)

Aus der Luft wird die Unterteilung des Palastes von Uchaidir in verschiedene Höfe deutlich. Besucher wurden je nach Rang und Bedeutung in verschiedenen Bereichen empfangen.

Babylon ist vor allem berühmt wegen der biblischen Geschichte des Turmbaus zu Babel. Heute lassen die rekonstruierten Mauern die einstige Größe und Pracht nur noch erahnen. Im Bild: Daniel Gerlach

Im Buchhändlerviertel von Bagdad sind neben Neuerscheinungen auch alte Ausgaben unterschiedlichster Bücher im Angebot. (Daniel Gerlach)

Das Wüstenschloss oder der Palast Uchaidir, rund 120 Kilometer südwestlich von Bagdad gelegen, wurde von einem Kalifen aus der Dynastie der Abbasiden im 8. Jahrhundert unserer Zeitrechnung errichtet.

Das antike Babylon war eine der wichtigsten Städte des Altertums. Unzählige Legenden ranken sich um die Stadt am Euphrat, die in der westlichen Welt als Sinnbild für Hochmut und Unmoral gilt.

Die hiesigen Würdenträger sind davon überzeugt, dass irgendwo im Palast von Uchaidir ein Schatz versteckt ist.

Der Palast von Uchaidir wurde von der berühmten britischen Forschungsreisenden Gertrude Bell im Jahr 1908 zum ersten Mal sorgfältig vermessen.

Geschichten erzählen hat im Orient eine lange Tradition. So ist der irakische Comedian Ali Fadel gleichermaßen bei Jung und Alt beliebt.
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Der Orient steckt voller Legenden, wie die berühmten Märchen aus 1001 Nacht. Der Orientalist
Daniel Gerlach macht sich auf die Suche nach den wahren Geschichten hinter den
Erzählungen. Geheimnisvolle Kulte, märchenhafte Paläste und verführerische Frauen prägen das Bild des Morgenlandes in Europa.
Dabei haben Orient und Okzident mehr gemein als oft vermutet. Immer wieder haben Reisende in der Vergangenheit Spuren hinterlassen - in beiden Welten. Schon als die ersten europäischen Entdecker ins Morgenland reisten, suchten sie dort nach den Schauplätzen großer Mythen und biblischer Geschichten. Von Venedig aus, der Stadt, die sich bis heute rühmt, die „Porta d‘Oriente“, „das Tor zum Orient“, zu sein, begibt sich Daniel Gerlach auf eine ähnliche Mission. Fast jeder kennt die biblischen Geschichten von Moses und Abraham, die ihren Ursprung im Orient haben. Aber über die Jahrhunderte haben auch orientalische Erzählungen die westliche Kultur geprägt - die Märchen aus 1001 Nacht etwa, mit ihren Erzählungen über die Klugheit der schönen Prinzessin Scheherazade und der
Abenteuerlust des Seefahrers Sindbad. Die Suche nach den Ursprüngen alter Legenden führt Daniel Gerlach vor die Küste des Oman, wo er nach mysteriösen Seeungeheuern Ausschau hält. Mitten in der irakischen Wüste erkundet er ein sagenumwobenes Kalifen-Schloss aus dem goldenen Zeitalter der Abbasiden. Im Haschemitischen Königreich Jordanien trifft er auf die Erben eines kaukasischen Volkes, das nicht nur durch die Tapferkeit seiner Krieger die Geschicke manches Herrscherhauses im Nahen Osten lenkte, sondern vor allem durch die Schönheit seiner Frauen. Die Tscherkessinnen prägten auch lange Zeit die Vorstellung der Haremsdame in Europa. Aber, was hat es mit dem Klischee des Orients auf sich, eine lustfeindliche Gegend und gleichzeitig Sündenpfuhl zu sein? Im ägyptischen Alexandria, der irakischen Hauptstadt Bagdad, der antiken Stadt Jerasch in Jordanien und in der wohl berühmteste Ruinenstadt des Orients, Babylon, findet Daniel Gerlach erstaunliche Hinweise auf das gemeinsame kulturelle Erbe von Orient und Okzident.
Hinweis
Audiodeskription, Gebärdensprache
Personen
von: | Daniel Gerlach, Katrin Sandmann, Friedrich Klütsch |
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