

Im Bild: Im Lifthaus treffen sich Ehrenamtliche, die den Schibetrieb tatkräftig unterstützen. Lisa (rechts) ist mehrmals die Woche das Maskottchen Bruno, der Bär. "Wir geben unser Schigebiet nicht so schnell auf. Wir werden kämpfen!"

Im Bild: In der Hochsaison kommen bis zu 25 Tausend Menschen täglich ins Schigebiet nach Schladming.

Im Bild: Das einzige, was in Wald am Schoberpass noch ans Schigebiet erinnert, sind die Schleppliftstüzen. Anfang Jänner wurde der Lift an einen slowakischen Investor versteigert - abgeholt wurde er bislang noch nicht.

Im Bild: Das Familienschigebiet Kasberg in Oberösterreich. 11 Millionen Euro fehlen für eine modernen Beschneiungsanlage.

Im Bild: Schladming. Jede Nacht fährt die Pistenraupenflotte aus, damit die Pisten für den nächsten Schitag perfekt präpariert sind.

Im Bild: Susi Leitner sitzt noch immer regelmäßig im Kassaraum des Schilifts, "Immer dann wenn die Sehnsucht nach dem zugesperrten Schilift zu groß wird", sagt sie.

Im Bild: Vor drei Jahren mussten die Sonnberglifte in Wald am Schoberpass Insolvenz anmelden. Der Investitionsdruck wurde zu stark.

Im Bild: Schladming. Jede Nacht fährt die Pistenraupenflotte aus, damit die Pisten für den nächsten Schitag perfekt präpariert sind.

Im Bild: Als das Schigebiet Kasberg im Almtal vor zwei Jahren insolvent gegangen ist, sind die Almtaler auf die Straße gegangen. Genutzt hat es aber nicht. Das Land Oberösterreich ist bislang nicht eingestiegen.

Im Bild: In der Hochsaison kommen bis zu 25 Tausend Menschen täglich ins Schigebiet nach Schladming.
Eine Reportage über das Sterben der kleinen Skigebiete in Österreich.Während große Wintersportorte wie Schladming immer weiterwachsen und mit immer luxuriöseren Annehmlichkeiten punkten, kämpfen die Skigebiete in kleineren Gemeinden ums Überleben. Hauptursache für das Aus ist der Mangel an Naturschnee und die damit verbundenen hohen Kosten für künstliche Beschneiungsanlagen.Schladming, eines der größten und bekanntesten Schigebiete Österreichs, ist das Paradebeispiel für den Trend zu immer mehr Komfort.
Georg Bliem, Geschäftsführer der Planai-Seilbahnen: „Unsere Sessellifte sind gepolstert und beheizt. Man sitzt bei uns eigentlich wie im eigenen Wohnzimmer.“ Auch in Schladming war der natürliche Schnee diesen Winter Mangelware. Das sei kein Problem: „Wir brauchen keinen Naturschnee, wir haben Kunstschnee“, erklärt der steirische
Pistenchef, „wichtig für uns ist vor allem, dass es in Wien und Graz ein paar Zentimeter schneit, damit die Menschen wissen, dass Winter ist.“Während das Skifahren in Schladming boomt, müssen kleinere Schigebiete hart kämpfen. In Wald am Schoberpass zum Beispiel. Hier betrieb Susi Leitner seit 1972 einen Lift, den ihr Vater 1960 gebaut hatte. „Ab der Jahrtausendwende wurde es immer schwieriger“, erinnert sie sich. „Aber bis zuletzt dachte ich, jemand würde den Lift noch kaufen.“ Doch vor drei Jahren musste der Betrieb Insolvenz anmelden, und trotz zahlreicher Versuche, die Liftanlagen zu retten, wurde der Anlage schließlich vor wenigen Wochen versteigert - für nur 11.000 Euro an einen Unternehmer aus der Slowakei.Ganz anders ist die Situation am Kasberg im oberösterreichischen Almtal. Hier hat sich die gesamte Region zusammengeschlossen, um ihre Lifte zu retten. Die Liftgesellschaft war 2023 in die Insolvenz geschlittert. Durch eine Sammelaktion kamen jedoch 600.000 Euro zusammen und der laufende Betrieb konnte vorerst gesichert werden. Friedrich Drack, der örtliche Malermeister und nun ehrenamtliche Geschäftsführer des Schigebiets, ist überzeugt: „Die großen Schigebiete brauchen uns kleine Schigebiete. Wo sollen denn sonst die Kinder Schifahren lernen? Dann ist bald Schluss mit der Schifahrer-Nation Österreich.“Am Schauplatz
Reporterin Julia Kovarik hat sich in den vergangenen Wochen angeschaut, wie hart der Konkurrenzkampf heimischer Skigebiete mittlerweile geworden ist.