Ein Großteil der rund 28 000 Einwohner stirbt während der monatelangen Belagerung.
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Ein Großteil der rund 28 000 Einwohner stirbt während der monatelangen Belagerung.

König Ludwig der XIII. will die letzte protestantische Bastion des Landes erobern: La Rochelle. Doch Kardinal Richelieu lässt auf offenem Meer einen riesigen Deich bauen, um die Stadt abzuschotten.

Hunderte von Frauen werden aus der Stadt vertrieben, da die Lebensmittel knapp werden.

1627 wird La Rochelle Schauplatz einer der blutigsten Belagerungen der europäischen Geschichte.
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Vor 400 Jahren wird die französische Hafenstadt La Rochelle Schauplatz einer gewaltigen
Belagerung. Um die Stadt vom Meer abzuschneiden, errichten die Belagerer sogar einen gigantischen Deich. 1627 tobt ein Konfessionskrieg in Frankreich. Die protestantischen Franzosen, Hugenotten genannt, sind König Ludwig XIII.
ein Dorn im
Auge. Er will ihre Hochburg La Rochelle vernichten. Aber die Stadt leistet erbitterten Widerstand. La Rochelle ist die größte protestantische Bastion Frankreichs. Ihre günstige Lage an der
Atlantikküste sichert den Bürgern die Unterstützung ihres Bündnispartners England. Beide Lager sind durch ihren Glauben vereint und stellen sich gegen den katholischen König Ludwig XIII. Dieser will die Stadt so schnell wie möglich einnehmen, um sich auf seinen eigentlichen Krieg mit den Habsburgern konzentrieren zu können. Aber La Rochelle hat aus früheren Belagerungen gelernt. Eingebettet in eine Bucht, umgeben von Sümpfen und drei Kilometer langen Festungsmauern, scheint die Stadt uneinnehmbar. Die rechte Hand des Königs, Kardinal Richelieu, greift zu drastischen Mitteln: Auf offenem Meer lässt er einen riesigen Deich bauen. Der Weg der Engländer ist damit versperrt, ebenso jegliche Möglichkeit, Nachschub in die Stadt zu bringen. Kardinal Richelieu will La Rochelle aushungern und so den protestantischen Widerstand endgültig brechen.
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