GEO Reportage

Indonesien: Die Vespa-Rebellen (Deutschland, 2019)

bis 08:50
Reportage
  • Stereo
  • Breitwand-Format 16:9
  • Untertitel
  • HDTV
  • 20260131080000
VPS 08:00

Die Mitglieder des RSJ-Vespaclubs haben ausschließlich Militär-Vespas und geben sich gern cool. RSJ bedeutet so viel wie ""Schrott-Roller-Rocker"".


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Die Mitglieder des RSJ-Vespaclubs haben ausschließlich Militär-Vespas und geben sich gern cool. RSJ bedeutet so viel wie ""Schrott-Roller-Rocker"".


Bild 2

T'Posh gilt als Trendsetter in der Extrem-Vespa-Szene: Seine modifizierten Vespas sind oft mit Büffelschädeln geschmückt oder im Militärlook gehalten.


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Der 17-jährige Gahly will mit seinem selbst gebauten Fahrzeug zu einem Vespa-Treff nach Kediri.


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Tajab hat die verrückte Rikscha-Vespa seiner Frau gewidmet.


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Tajab will seine Extrem-Vespa reparieren und exzentrisch aufhübschen, um beim Vespa-Festival in Kediri einen Preis zu gewinnen.


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Für das große Vespa-Roller-Festival lassen Blablu und Tajab sich die Haare färben.

Übersicht

In Indonesien schwingen sich Tausende junge Leute auf alte, umgebaute Vespa-Roller, um auf friedliche Art zu rebellieren, gegen Langeweile und Chancenlosigkeit. Sie sind Anhänger der „Extrem-Vespa-Szene“ - tätowiert, mit Piercings und Dreadlocks. Höhepunkt ist das große Vespa-Jahrestreffen in der Stadt Kediri auf der Hauptinsel Java. Hier muss alles passen. Denn es geht nicht nur um Spannung und Spaß: Es geht auch ums Gewinnen. „GEO Reportage“ war vor Ort.

Themen

    Details

    Vespas, die Italo-Roller von Piaggio, wurden lange auch in der indonesischen Hauptstadt Jakarta hergestellt. Dort kostet eine alte Vespa umgerechnet gerade mal 20 Euro - günstig genug, dass auch junge Menschen sie sich leisten können. Im Gegensatz zu anderen Rollern wird bis heute an Vespas kein Kunststoff verbaut. Sie sind aus Metall und lassen sich gut umschweißen. Ideal für die Anhänger der „Extrem-Vespa-Szene“. Sie fahren keine gewöhnlichen Motorroller wie Millionen andere Indonesier. Extrem-Vespa-Fans schweißen und schrauben Tag und Nacht an ihren Fahrzeugen. Vor allem jetzt, wo der Höhepunkt des Jahres ansteht: das große Szene-Treffen in Kediri in Ost-Java. Das Extrem-Vespa-Festival lockt bis zu 50.000 Besucher aus ganz Indonesien an. Auch dieses Jahr werden wieder aus den letzten Winkeln Indonesiens Tausende von Vespa-Fans hier zusammenkommen. Die Entfernungen sind teils erheblich. Viele sind Tage oder sogar Wochen unterwegs zum Event. Nicht so weit haben es Tajab und sein Freund Blablu, die selbst in Kediri leben. Sie wollen eine ganz besondere Vespa an den Start bringen - für die Wettbewerbskategorie „Schönheit“, bei der das kreativste Gefährt gekürt wird. Aber was soll das Besondere ihrer Vespa sein? Die beiden durchforsten Werkstätten und Ersatzteilmärkte, um sich inspirieren zu lassen. Werden sie auf gute Ideen kommen? Und wie groß ist die Konkurrenz auf dem diesjährigen Festival?

    Hinweis

    „GEO Reportage“ präsentiert außergewöhnliche Menschen rund um den Globus.Fotos

    Personen

    Regie:Carolin Reiter


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