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Katty Salié (r.) spricht mit der Musikjournalistin Miriam Davoudvandi (l.) über ihr Buch "Das können wir uns nicht leisten - Was es bedeutet, in Deutschland arm zu sein".

Miriam Davoudvandi vor der Elbphilharmonie in Hamburg
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Hochkultur gilt als Eliteding. Warum ist das so - und wer versucht es zu verändern? Zwischen Museum und Shisha-Bar untersucht „aspekte“, wie Kunst den Menschen näherkommen kann.
Host Katty Salié erforscht Hemmschwellen vor der Hochkultur und entdeckt spannende Versuche, diese abzubauen. Sie blickt hinter die Kulissen deutscher Kultur, die immer noch reichlich Subventionen bekommt und doch oft ein elitäres Vergnügen bleibt.
Wer jeden Euro zweimal umdrehen muss, spart selten auf ein Opernticket - und viele haben Angst, im Theater als „Banause“ aufzufallen. Tatort-Schauspieler und Theaterregisseur Roland Riebeling, der aus einer Arbeiterfamilie stammt, bringt es auf den Punkt: „Schon das Wort Hochkultur ist schlimm und viele Menschen denken immer noch, das hat nichts mit mir zu tun oder ich bin zu ungebildet dafür.“
Auch Musikjournalistin Miriam Davoudvandi berichtet von ähnlichen Erfahrungen. In ihrem im März erscheinenden Buch „Das können wir uns nicht leisten - Was es bedeutet, in Deutschland arm zu sein“ beschreibt sie, wie sich Armut durch alle Bereiche des Lebens zieht. Sie erklärt, dass Konzerttickets oder Klavierunterricht für viele schwer leistbarer Luxus sind, und warum Zugang zur Kultur oft anders aussieht als gedacht.
Gleichzeitig erfährt Katty Salié, dass viel dafür getan wird, Barrieren zur Kultur abzubauen. Sie besucht Kulturhäuser, die sehr kreativ und niederschwellig um neues Publikum werben. In der Elbphilharmonie spielt der 30-jährige japanische Starpianist Hayato Sumino, der auch auf YouTube Millionen erreicht. Und die Klassik-Influencerin Daria Challah bringt die Musik dahin, wo die Gen Z ist: auf Social Media. „So viele Menschen fühlen sich von klassischer Musik eingeschüchtert, weil die Branche sie als etwas Akademisches und Fernes präsentiert“, sagt die Content Creatorin - und beweist mit jedem Clip das Gegenteil.
Mit selbstironischem Blick auf die elitäre Kunstwelt verwandelt der Kunstpalast Düsseldorf das Klischee des überheblichen Kulturbetriebs in einen Publikumsmagneten: Katty nimmt an einer Führung des notorisch mürrischen „Grumpy Guide“ Joseph Langelinck teil - hinter dessen Rolle sich ein Performance-Künstler verbirgt.
Zwischen Museen, Opernhaus, Shisha-Bar und TikTok fragt „aspekte“ ob das Thema „Kultur für alle“ mit eintrittsfreien Sonntagen und günstigen Tickets schon erledigt ist.
Hinweis
Personen
Top-Spielfilm am 30.01.
Spielfilm
Prag 1938: Der Londoner Börsenmakler Nicky Winton wird mit dem Elend der Flüchtlinge konfrontiert. Nicky handelt. Eine Liste soll jüdischen Kindern die Flucht nach England ermöglichen.
Die unglaubliche, aber wahre Geschichte eines Lebens, das einen Unterschied machte. Nicholas Winton rettete de facto 669 Kinder vor dem sicheren Tod im Lager.
Der Mann, der sich selbst als einen Europäer,...
One Life - Wer ein Leben rettet, rettet die ganze Welt