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In der Nähe seines süditalienischen Dorfes macht der kleine Michele eine erschreckende und faszinierende Entdeckung: In einem Erdloch findet er einen Jungen, der dort offenbar seit langer Zeit gefangen gehalten wird. Michele versorgt seinen neuen Freund heimlich mit Nahrung und schmiedet einen Plan, um ihn zu befreien. Spannendes Jugenddrama von Oscar-Preisträger Gabriele Salvatores.
Themen
Details
Italien, 1978: Das gesamte Leben im süditalienischen Apulien scheint in der brütenden Hitze des Sommers wie gelähmt zu sein. In einem kleinen Dorf, dessen wenige Häuser wie verloren zwischen endlosen Weizenfeldern liegen, lebt der neunjährige Michele mit seinen Eltern und seiner Schwester Maria. Während die Erwachsenen vergeblich versuchen, der Hitze zu entgehen, durchstöbern Michele und seine Freunde die Gegend nach Abwechslung und Abenteuern.
Auf einem dieser Streifzüge entdeckt der Junge beim Spielen in der Nähe eines verlassenen Gutshauses ein tiefes Loch im Erdboden. Neugierig inspiziert Michele die geheimnisvolle Grube - und macht in der Dunkelheit plötzlich eine gespenstische Gestalt aus. Voller Entsetzen ergreift er die Flucht. Doch die bizarre Begegnung lässt ihm keine Ruhe. Vorsichtig schleicht er sich zu dem Loch zurück und erkennt: Ein Junge wird wie ein Tier in der dunklen Grube gefangen gehalten.
Die Finsternis, die Isolation und die Angst haben den Jungen zermürbt; er ist nicht mehr in der Lage, sich klar zu artikulieren und überzeugt davon, bereits tot zu sein. Michele, der den verwilderten Filippo fortan mit Nahrung versorgt, traut sich nicht, mit seinen Eltern oder seinen Freunden über seine unheimliche Entdeckung zu sprechen. Schließlich kommt er dahinter, dass Männer aus seinem Dorf, darunter auch sein Vater Pino, hinter der ebenso grausamen wie mysteriösen Tat stecken. Fest entschlossen, dem Jungen zu helfen, startet Michele eine gefährliche Rettungsaktion.
Hinweis
Gabriele Salvatores feierte seinen internationalen Durchbruch mit dem Kriegsdrama „Mediterraneo“, das mit dem Oscar für den besten fremdsprachigen Film ausgezeichnet wurde. „Ich habe keine Angst“ lief 2003 erfolgreich im Wettbewerb der Berlinale; 2004 wurde Salvatores in die internationale Jury berufen. Auch bei den Donatello-Awards wurde der Film gefeiert und erhielt unter anderem Preise für die beste Regie und Kamera. Die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Niccolò Ammaniti, welcher auch als Koautor am Drehbuch mitwirkte, entfaltet eine poetische Bildsprache von großer atmosphärischer Kraft.Synchronfassung, Produktion: Colorado Film Production, Cattleya, Alquimia Cinema, The Producers Films
Personen
Schauspieler: Rolle | Michele Anna Pino Felice Filippo Barbara Teschio Maria Salvatore |
| Regie: | Gabriele Salvatores |
| Drehbuch: | Francesca Marciano, Niccolò Ammaniti |
| Kamera: | Italo Petriccione |
| Musik: | Ezio Bosso, Pepo Scherman |