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Sie ist verführerisch und verhängnisvoll, Glücksverheißung und Lebensbedrohung in einem: die Femme fatale in der Kunst. Immer wieder arbeiten sich männliche Maler an ihr ab, zeigen sie schön, vollbusig und den Tod bringend. Besonders die biblische Figur der Salomé wird häufig als Femme fatale interpretiert. Sie ist ein historischer Mythos, eine männliche Fantasie - bis Frauen ihren Platz in der Welt der Kunst einfordern und selbst entscheiden, wie sie sich sehen wollen. Die Künstlerinnen wollen die Deutungshoheit über ihren Körper erobern. Der Dämonisierung weiblicher Erotik setzen sie ihr eigenes Selbstverständnis entgegen und erkämpfen sich Freiheit und Gleichberechtigung.
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Viele männliche Künstler haben sich immer wieder mit dem Motiv der Femme fatale auseinandergesetzt. Ob bei Gustave Moreau, Franz von Stuck oder Lovis Corinth - sie alle stellen sie als verführerische, üppige Frau dar, die Verderben und Tod verkörpert. Besonders die biblische Gestalt der Salomé wird oft als Inbegriff dieser verhängnisvollen Weiblichkeit inszeniert.Sie ist ein historischer Mythos, eine männliche Fantasie - bis Frauen ihren Platz in der Welt der Kunst einfordern, selbst entscheiden, wie sie sich sehen wollen, und die Deutungshoheit über ihren Körper erobern. Der Dämonisierung weiblicher Erotik setzen Künstlerinnen wie Ulrike Rosenbach, Evelyne Axell oder Maria Lassnig ihr eigenes Selbstverständnis entgegen und erkämpfen sich Freiheit und Gleichberechtigung.Die Dokumentation wagt einen neuen Blick auf das Thema. Sie zeigt, wie sich das Bild der klassischen Femme fatale mit dem fortschreitenden Kampf um Gleichberechtigung in den 1960er und 1970er Jahren verändert hat und fragt, wo wir heute stehen, in Zeiten von MeToo-Debatte, Quotenfrauen und Genderforschung. Im Zuge der feministischen Bewegung haben Künstlerinnen sich den Mythos angeeignet, ihn umgedreht, neu besetzt und damit schließlich demontiert.
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