Ungelöste Fälle der Archäologie

Magische Zeichen (Deutschland, 2026)

bis 20:15
Archäologie
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Die Erfindung der Schrift fand wahrscheinlich auch auf der einsam gelegenen Osterinsel (Rapa Nui) statt. Die Rapa Nui (Bewohner der Osterinsel) nennen die Zeichen Rongorongo, was in ihrer Sprache so viel wie "Gesang, Rezitation oder Vortrag" bedeutet. Die Ausrichtung der Schriftzeichen deutet darauf hin, dass es sich um einen Wechselgesang handelte, bei dem zwei Akteure, oder Gruppen beteiligt waren.


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Die Erfindung der Schrift fand wahrscheinlich auch auf der einsam gelegenen Osterinsel (Rapa Nui) statt. Die Rapa Nui (Bewohner der Osterinsel) nennen die Zeichen Rongorongo, was in ihrer Sprache so viel wie "Gesang, Rezitation oder Vortrag" bedeutet. Die Ausrichtung der Schriftzeichen deutet darauf hin, dass es sich um einen Wechselgesang handelte, bei dem zwei Akteure, oder Gruppen beteiligt waren.


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Die Linguistin Silvia Ferrara von der Universität von Bologna ist zuversichtlich, dass sich der Rongorongo-Code knacken lässt. Es gibt zwar nur relativ wenige Tafeln, dafür aber sehr viele Schriftzeichen. Hinzu kommt, dass wahrscheinlich die Sprache der heutigen Inselbewohner die Grundlage bildet, wenn auch in einer älteren Sprachstufe.


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Die Bewegungen der Gestirne waren für die Menschen im alten Mesopotamien ungemein wichtig, da sie das Schicksal ihres Herrschers mit dem von Sonne und Mond verbanden. Eine Sonnenfinsternis galt dementsprechend als ein äußerst schlechtes Omen.


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Die 2023 gefundenen Tontafel ist offensichtlich zweigeteilt. Während die Archäologen den einen Teil problemlos lesen konnten, da er in dem ihnen bekannten Hethitisch verfasst wurde, bereitete ihnen der zweite Teil Schwierigkeiten. Es handelt sich dabei um ein Opferritual in der Sprache von Kala?ma.


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Auch in der 6. Staffel der "Ungelösten Fälle der Archäologie" stellt Prof. Harald Lesch Funde und Artefakte vor, an deren Erforschung Wissenschaftler weltweit zum Teil seit Jahrzehnten arbeiten.


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Linguisten aus Deutschland versuchen zusammen mit tadschikischen Archäologen das Rätsel um die Kuschana-Schrift und einen der Orte, an dem sie angebracht wurden, auf die Spur zu kommen. Ein Zeltlager in 3000 Meter Höhe ist ihr Basislager bei der Suche nach möglichen weiteren Inschriften.


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Hattuscha, knapp 200 km östlich von Ankara in der heutigen Türkei gelegen, war vom 17. bis zum 12. Jahrhundert vor Christus die Hauptstadt des Hethiterreichs. Sie ist eine der größten Stadtanlagen der antiken Welt. In ihr wurden mehr als 30.000 Keilschrifttafeln gefunden, die neben hethitischen Texten auch noch solche in anderen Sprachen enthielten.


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Unter der Federführung von Dr. Svenja Bonmann arbeiten Wissenschaftler verschiedener Universitäten an der Entzifferung der Kuschana-Schrift. Nach eigenen Angaben ist es ihnen gelungen, die Zeichen zu entziffern und die Sprache als eine bisher unbekannte mitteliranische zu identifizieren. Von links: Die Linguisten Dr. Svenja Bonmann (Universität Köln), Dr. Jakob Halfmann (Universität Würzburg) und Dr. Simon Fries (Universität Oxford)


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Bis heute geben die Moai, die von den Bewohnern der Osterinsel (Rapa Nui) aufgestellt wurden, Rätsel auf. Wahrscheinlich sind es Abbilder ihrer Ahnen.


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Zeichen in Rongorongo wurden auch in einer abgelegenen Höhle gefunden. Linguisten sehen darin einen Hinweis auf eine hohe Alphabetisierungsrate unter den Rapa Nui (Bewohner der Osterinsel).


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Logo: "Terra X"


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Die sehr selten vorkommenden Kuschana Schriftzeichen werden bereits seit Mitte des 20.Jahrhunderts dokumentiert. Aber erst vor Kurzem gelang es einer Gruppe von Wissenschaftlern sie zu einem Großteil zu entziffern.

Themen

    Details

    Schrift ist eine der genialsten Erfindungen der Menschheit. Durch sie lebt die Vergangenheit fort. Harald Lesch begibt sich auf die Spur geheimnisvoller Schriften weltweit. Schrift wurde an verschiedenen Orten und zu verschiedenen Zeiten immer wieder neu erfunden. Um sie entziffern zu können, muss man mehr über die Sprache und Kultur der Menschen wissen, die sie erfanden. Manche Schriften gelten bis auf weiteres als unentzifferbar. Bei der Entstehung von Schrift stehen am Anfang oft einzelne Zeichen, die sich erst im Laufe der Zeit zu komplexen Systemen entwickeln. Einige Zeichen sind eigentlich Bilder des Dargestellten, andere stehen für Silben oder einzelne Laute. Und selbst wenn man die Schrift lesen kann, heißt das noch lange nicht, dass man sie auch versteht. So etwa bei der Linear-A-Schrift aus Kreta. Sie wurde von den Minoern entwickelt, der ersten Hochkultur in Europa. Anhand von Parallelen in einer späteren Schrift konnten Wissenschaftler den Zeichen Laute zuordnen. Es fehlt ihnen aber die Kenntnis der zugrunde liegenden Sprache. Deshalb konnten die Zeichen ihre magische Fähigkeit, das in ihnen gespeicherte Wissen zu vermitteln, noch nicht ausüben. Anders beim Rongorongo, der Schrift der Rapa Nui auf Rapa Nui . Linguisten sind davon überzeugt, dass die zugrunde liegende Sprache nur die der Einwohner der Osterinsel sein kann, die diese bis heute sprechen, wenn auch in einer späteren Sprachstufe. Und dennoch haben die 600 bekannten Schriftzeichen ihr Geheimnis noch nicht preisgegeben. Nur so viel scheint sicher, dass die auf Holztafeln überlieferten Texte sehr wahrscheinlich in einer Art Wechselgesang vorgetragen wurden. Sie könnten wichtige Hinweise zur Kultur der Rapa Nui und ihrer geheimnisvollen Moai-Skulpturen enthalten. Mehr Erfolg hatte ein Team von Wissenschaftlern um die Sprachwissenschaftlerin Svenja Bonmann. Ihnen gelang der Durchbruch bei der Entzifferung der Kuschana-Schrift, einer Schrift und Sprache, die wohl nur von einer kleinen Minderheit in dem ehemaligen zentralasiatischen Großreich gesprochen wurde. Zuhilfe kam ihnen dabei eine sogenannten Bilingue, die auf einem Felsen in Tadschikistan in 3000 Meter Höhe eingemeißelt wurde. Hier wurde derselbe Text einmal in Baktrisch und einmal in Kuschana aufgeschrieben. Der Vergleich mit der lesbaren baktrischen Inschrift erlaubte es den Forschern anhand von Wortwiederholungen auch Zeichen und Wörter in der Kuschana-Inschrift zu identifizieren. So wie sie haben es sich Wissenschaftler weltweit zur Aufgabe gemacht, noch unbekannte Schriften zu entziffern und damit Türen in die Vergangenheit aufzustoßen, die bislang verschlossen blieben. Die Sendung wird über die Social-Media-Kanäle von „Terra X“ (Facebook, Instagram und YouTube) ausführlich mit Bildern und Videoclips begleitet.

    Hinweis

    [Ton: Audiodeskription ]

    Personen

    von:Peter Prestel, Gisela Graichen

    1 weiterer Sendetermin


    Top-Spielfilm am 01.03.

    Spielfilm

    SWR 22:45: Carlito‘s Way
    SWR
    22:45
    New York, in den 1970er-Jahren. Der zu 30 Jahren Haft verurteilte Carlito Brigante kommt nach einem Revisionsverfahren wieder frei. Seinem Anwalt und Freund David Kleinfeld verdankt der Gangster die Chance auf ein zweites Leben, das er als rechtschaffener Mensch führen möchte. Er träumt davon, seine Freundin Gail zurückzugewinnen und mit ihr als Autovermieter auf den Bahamas neu anzufangen....
    Carlito‘s Way

    TVinfo
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