Übersicht
Nach der Scheidung von Miriam und Antoine entscheidet ein Gericht über das Sorgerecht für ihren Sohn Julien. Während Miriam sich schützen und den Kontakt zum Vater abbrechen will, kämpft Antoine mit allen Mitteln um sein Besuchsrecht. Bedrückendes Psychodrama über häusliche Gewalt, schonungslos inszeniert von Xavier Legrand (2017).
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Details
Nach einer konfliktreichen Trennung stehen Miriam und Antoine vor Gericht. Es geht um das Sorgerecht für ihren gemeinsamen Sohn Julien. Miriam beantragt den vollständigen Kontaktabbruch: Sie behauptet, sich um die Sicherheit ihres Kindes zu fürchten. Antoine hingegen weist alle Vorwürfe zurück und präsentiert sich als fürsorglicher Vater, der lediglich um sein Recht auf Nähe kämpft. Schließlich ergeht das Urteil: Das Gericht spricht Antoine regelmäßige Besuchszeiten zu.
Julien gerät zwischen die Fronten. Bei den Wochenendbesuchen wird er zunehmend zum stillen Beobachter und unfreiwilligen Vermittler zwischen den Eltern. Antoine nutzt jede Begegnung, um Informationen über Miriams neues Leben zu erlangen, während Miriam versucht, Normalität für ihre Kinder aufrechtzuerhalten. Die Spannung wächst, je deutlicher wird, dass Antoines Kontrolle weit über juristische Fragen hinausgeht.
Der Film folgt nüchtern und konsequent den unterschiedlichen Blickwinkeln und legt Schicht für Schicht die Dynamik einer zerstörerischen Beziehung offen. Regisseur Xavier Legrand setzt auf präzise Beobachtung, zurückhaltende Mittel und intensive Darstellerleistungen, um eine Atmosphäre stetiger Bedrohung zu erzeugen. „Nach dem Urteil“ ist ein konzentriertes, realistisches Drama, das lange nachwirkt.
Hinweis
Synchronfassung, Produktion: K.G. Productions, France 3 Cinéma
Personen
Schauspieler: Rolle | Miriam Besson Antoine Besson Julien Besson Joséphine Besson Samuel Richterin |
| Regie: | Xavier Legrand |
| Drehbuch: | Xavier Legrand |
| Kamera: | Nathalie Durand |