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Extremwetterereignisse nehmen in ganz Europa zu. Doch es gibt Versuche, sich mit Sturmfluten oder sintflutartigen Regenfällen zu arrangieren. Anrainer der deutschen Ostseeküste erhöhen ihre Deiche, Gastronomen bauen ihr Lokal hochwassertauglich um und Metropolen wie Kopenhagen investieren in den Umbau zur Schwammstadt, in der ganze Parks zu Wasserspeichern werden.
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Das Ausflugslokal „Strandperle“ an der Elbe in Hamburg säuft im Herbst und Winter regelmäßig ab, es steht bei Sturmfluten zum Teil meterhoch unter Wasser. Restaurantleiter Kevin Last hat die Wettervorhersage und die Pegelstände im Blick. Er ist auf alles eingestellt. Die Küche ist aus Edelstahl, die Elektroleitungen verlaufen an der Decke und das bewegliche Interieur kann kurzfristig abgeräumt und hinter dicken Flutschutztüren verstaut werden. Trotzdem ist die Spannung nach jeder Überschwemmung groß, „ob alle Wände dichtgehalten haben“.
Nicht dichtgehalten haben 2023 viele Deiche an der Ostseeküste. Eine sogenannte „Jahrhundertflut“ traf mit zerstörerischer Wucht auf Land und hinterließ eine Schneise der Verwüstung. Ein Bürgermeister erinnert sich: „Es war ein Fiasko! Dass es keine Toten gab, ist eigentlich ein Wunder.“ Wasserbauingenieur Philipp Zülsdorff ist jetzt im Dauereinsatz, um die Reparatur kaputter Deiche zu koordinieren. Die betroffenen Gemeinden wollen gerüstet sein, wenn die nächste Sturmflut kommt.
Seit einem traumatischen Starkregen im Jahr 2011 orientiert sich in Kopenhagen die Stadtplanung am Konzept Schwammstadt. Mit Milliardenaufwand werden Parks zu gigantischen Auffangbecken umgerüstet und unauffällige Kanäle für den Ablauf von Wassermassen so erfolgreich installiert, dass die dänische Hauptstadt als Vorreiter bei der sogenannten Klimaanpassung gilt. Delegationen aus der ganzen Welt kommen nach Kopenhagen, um sich vor Ort zu informieren, wie sich die Folgen von Extremwetter abmildern lassen.
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