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Die Zerstörung von Kunstwerken zählt zu den letzten großen Tabus der Kunstwelt. Immer wieder werden Gemälde, Skulpturen und andere Werke angegriffen und zerstört. Doch wer sind die Täter? Was treibt sie an? Und wie lassen sich Kunstwerke effektiv schützen? Die zweiteilige Dokumentation befasst sich mit einem kaum erforschten Phänomen und begibt sich auf die Spuren der Kunstzerstörer. Im Mittelpunkt steht dabei Hans-Joachim Bohlmann, der als Säureattentäter in den 1970er und 1980er Jahren Gemälde im Wert von mehreren 100 Millionen Euro zerstörte und als wohl größter Einzeltäter in der Geschichte der Kunstzerstörung traurige Berühmtheit erlangte.
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Hans-Joachim Bohlmann zerstörte als Säureattentäter in den 1970er und 1980er Jahren Gemälde im Wert von mehreren 100 Millionen Euro. Sein Motiv: größtmögliche Aufmerksamkeit. Doch was treibt andere Kunstzerstörer an? Als der Exil-Iraner Tony Shafrazi - heute einer der bekanntesten Kunsthändler der Welt - 1974 Picassos Antikriegswerk „Guernica“ mit Farbe besprühte, wollte er ein Zeichen gegen den Vietnamkrieg setzen. Der Performancekünstler Pierre Pinoncelli, der gleich zweimal den „Fountain“ von Marcel Duchamp attackierte, erklärte seine Tat dagegen zur Kunstaktion.Doch wo verläuft die Grenze zwischen Happening und Sachbeschädigung? Ungeklärt ist dagegen eine Ölattacke auf der Berliner Museumsinsel, die 2020 stattfand und bei der rund 70 Werke beschädigt wurden. Ein spektakulärer Fall, der bis heute Rätsel aufgibt.In der zweiteiligen Dokumentation kommen unter anderem Ermittlungsbehörden, Restauratoren, Psychiater und auch Täter zu Wort und versuchen das Phänomen Kunstzerstörung zu erklären.
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