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Soja ist ein Schlüsselprodukt der globalen Wirtschaft. Vor allem als Tierfutter genutzt, wird die Bohne auch zu Biodiesel verarbeitet. Der Handel verbindet Häfen in den USA mit China und prägt neue Wirtschaftsrouten. Brasilien, die USA und Argentinien dominieren den Markt, doch Monokulturen verursachen massive Umweltschäden.
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Soja zählt zu den begehrtesten Exportgütern und ist für die globale Wirtschaft von hoher strategischer Bedeutung. Der Großteil der Produktion wird als Tierfutter verwendet, doch die als „grüner Treibstoff des Jahrhunderts“ gefeierte Wunderbohne wird auch zur Herstellung von Biodiesel eingesetzt. Der Handel mit Soja verändert die Handelsrouten weltweit und verbindet Häfen in den USA mit chinesischen Terminals.Die Hauptlieferanten sind Brasilien, die Vereinigten Staaten von Amerika und Argentinien. Diese drei Länder beherrschen einen großen Teil der globalen Nahrungsmittelproduktion im 21. Jahrhundert. Dafür bezahlen sie jedoch mit massiven Umweltschäden und landschaftlicher Gleichschaltung durch Monokultur. Mit zwei Dritteln des Handelsvolumens ist China der mit Abstand größte Abnehmer - eine Abhängigkeit, die die Sojabohne zum geostrategischen Gut macht.
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Jede Woche untersucht „Mit offenen Karten“ die politischen Kräfteverhältnisse in der ganzen Welt anhand detaillierter geografischer Karten.Synchronfassung
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