Re:

Das ewige Pendeln des EU-Parlaments (2026)

bis 20:15
Reportagereihe
  • 20260218194000
VPS 00:00

Blick in den Plenarsaal


Bildauswahl:


Bild 1

Blick in den Plenarsaal


Bild 2

Das Europäische Parlament


Bild 3

Ankunft von Mitarbeitern und Abgeordneten am EU-Parlament

Übersicht

Jeden Monat zieht das komplette Europäische Parlament um. 720 Abgeordnete und Tausende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wechseln für knapp vier Tage von Brüssel ins rund 400 Kilometer entfernte Straßburg - um danach wieder zurückzukehren. Eine Regel, die längst nicht mehr alle für sinnvoll halten. Kann sich Europa diesen „Wanderzirkus“ wirklich noch leisten?

Themen

    Details

    Zwölfmal im Jahr pendelt das komplette EU-Parlament für knapp vier Tage von Brüssel nach Straßburg - so ist es in den Europäischen Verträgen festgelegt. Denn während Gesetze und Mehrheiten in Brüssel vorbereitet werden, finden die meisten Plenarsitzungen und Abstimmungen in Straßburg statt. Der Umzug ist längst zu einer Routine geworden, die alle mitmachen müssen, die aber kaum jemand will. Eine der wenigen Abgeordneten, die sich jeden Monat auf den Ortswechsel freuen, ist Fabienne Keller, die ehemalige Bürgermeisterin von Straßburg. Sie betont den wirtschaftlichen Nutzen für die Stadt und sieht die ständige Standortdebatte gelassen. Denn eine Änderung des Parlamentssitzes ist nur mit Zustimmung Frankreichs möglich - und die gilt als äußerst unwahrscheinlich. Auch Sabine Verheyen, Vizepräsidentin des EU-Parlaments, begrüßt die regelmäßigen Umzüge: Straßburg habe großen Symbolwert für die historische Versöhnung zwischen Frankreich und Deutschland - und damit für das Friedensprojekt Europa. Doch viele Abgeordnete sind vom Dauerpendeln genervt. Martin Schirdewan, Co-Vorsitzender der Linksfraktion, hält den monatlichen Umzug für „völlig aus der Zeit gefallen“. Er koste Geld und Arbeitszeit und sei zudem umweltschädlich. Auch Reinier van Lanschot von der Reformpartei Volt sieht in Straßburg kein starkes Symbol mehr. Gesetze entstünden in Brüssel - in Abstimmung mit Europäischem Rat und Europäischer Kommission. Der ständige Wechsel sei heute eher ein Sinnbild für die Ineffizienz der EU. Am Ende bleibt eine einfache, aber unbequeme Frage: Ist der monatliche Umzug Ausdruck europäischer Stärke - oder ein Relikt, das dem Vertrauen in die Politik sogar schadet?

    Hinweis


    1 weiterer Sendetermin


    Top-Spielfilm am 18.02.

    Spielfilm

    arte 15:40: Zwei Freundinnen
    arte
    15:40

    15:40:arte Zwei Freundinnen

    Les Biches, Frankreich 1967

    arte, 15:40-17:20 Uhr

    Auf einer Brücke in Paris liest die reiche und selbstbewusste Frédérique die obdachlose Straßenkünstlerin Why auf. Zu ihrer eigenen Überraschung entwickelt Frédérique eine wachsende Zuneigung zu der undurchdringlichen Why; als die sich in den Architekten Paul verliebt, nimmt das Ganze eine dramatische Wendung. Krimi-Klassiker von Claude Chabrol.Die wohlhabende Frédérique liest auf einer...
    Zwei Freundinnen
    22:45
    22:34
    22:55

    TVinfo
    X