37°Leben

Jung, krank, in Rente (Deutschland, 2026)

bis 09:30
Gesellschaft und Soziales
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"37°Leben"


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Lena Brune (29) will nach Jahren in der Erwerbsminderungsrente wieder arbeiten und ihr Wunsch geht in Erfüllung. Gesundheitlich machbar ist das, weil es ihr besser geht. Eine Medikamentenumstellung hat Lena extrem gut getan und auch ihre Social Media-Präsenz hat sich positiv ausgewirkt: Lena soll die Kommunikation eines Sportartikelgeschäfts übernehmen. Auch wenn sie immer noch ihrem Job als Operationstechnische Assistentin hinterhertrauert, freut sie sich auf ihre berufliche Zukunft


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Fabian (34) erlebt seine ersten Tage zurück im Job. Dank des Modells der "Arbeitsprobe" kann er wieder reduziert in den Job einsteigen, verliert aber über sechs Monate hinweg nicht den Anspruch auf seine Erwerbsminderungsrente. Auch wenn die Belastbarkeit noch nicht wieder völlig hergestellt ist, genießt Fabian den Austausch mit den Kollegen, seinen Job an der Uni Bonn und den Ausblick auf eine Zukunft ohne gesundheitliche Einschränkungen.


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Für Lena Brune (29) ist ihr Job als Operationstechnische Assistentin viel mehr als nur Brötchenerwerb, doch die wiederkehrenden Taubheitsgefühle in den Armen sind mehr als nur eine Überlastungserscheinung der langen Operationen. Bei Lena wird Multiple Sklerose diagnostiziert, eine unheilbare Autoimmunerkrankung. Als sie arbeitsunfähig wird, bricht für Lena eine Welt zusammen, die zwar durch die Erwerbsminderungsrente finanziell abgefedert wird, aber Lena verliert ihre Tagesstruktur und einen Teil ihrer Identität. Doch Lena kämpft. Sie will arbeiten.


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Sport kann bei akut ME/CFS-Betroffenen massive gesundheitliche Schäden hervorrufen. Für Fabian (34) war Bewegung vor der Erkrankung ein wichtiges Lebenselixier, doch mit der Erkrankung ging gar nichts mehr. Dass er heute wieder reduziert Sport treiben kann, liegt an seinen enormen Genesungsfortschritten


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Für Lena (29) beginnt der Tag mit der Einnahme diverser Medikamente, wie Schmerzmittel oder Magenschutz. Einmal im Monat verabreicht sie sich per Spritze das Hauptmedikament gegen die chronische Krankheit, die 2023 in ihrem Körper diagnostiziert wurde: Multiple Sklerose (MS). Anschließend wendet sie Lena in Bademantel und mit Kaffeetasse an ihre Community, indem sie über ihr Leben als Betroffene berichtet.


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Einmal Rentner und zurück: Fabian (34) blickt voller Zuversicht in seine Zukunft. Auch wenn ME/CFS als chronische Krankheit als unheilbar gilt, ist Fabian fast wieder vollständig symptomfrei. Seit Januar 2026 arbeitet er wieder in Teilzeit, hat seine Erwerbsminderungsrente reduziert und hofft, Mitte das Jahres wieder voll einsteigen zu können.


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Auch wenn der Körper manchmal noch so sehr schmerzte: Lena (29) wollte das Tanzen nicht auch noch aufgeben. Eine Haltung, die sich durch ihr Leben zieht. Die Karnevalsgruppe, die sie mehr im Spaß initiiert hat, ist zu mehr geworden als nur einer Spaßveranstaltung. Lena zieht extrem viel Lebensenergie aus den Trainings und den Auftritten im örtlichen Karnevalsverein, auch wenn ihr Körper nach der Belastung durch die Krankheit (Multiple Sklerose) schmerzt und ihr körperliche Grenzen aufzeigt.

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    Details

    Lena geht mit Mitte 20 in Rente. Fabian mit Anfang 30. Beide nicht freiwillig: Sie sind schwer krank. Nun kämpfen sie darum, gesund zu werden - und das Rentnerdasein hinter sich zu lassen. Lena arbeitete als Assistentin im OP, ihr Traumberuf. Das taube Gefühl in ihren Armen schiebt sie auf Verspannungen. Doch es ist Multiple Sklerose. Fabian arbeitete im Management einer Hochschule. Nach einer Coronainfektion wird bei ihm ME/CFS festgestellt. Lena (29) arbeitete in Duisburg, Fabian (34) in Bonn. Beide beziehen wegen ihrer Krankheit Erwerbsminderungsrente. Aber was, wenn es wieder besser geht? Zunächst kann davon bei Fabian keine Rede sein. Er verliert durch die Krankheit die Fähigkeit, sich zu bewegen und zu sprechen, ist ans Bett gefesselt. Erst nach monatelangem Training schafft er es, eine Minute auf der Bettkante zu sitzen. Zwei Jahre dauert es, bis er aus eigener Kraft wieder das Haus verlassen kann. Lena stürzt es in eine tiefe Krise, nicht mehr arbeiten zu können. „Der schlimmste Tag meines Lebens war nicht die Diagnose, sondern der Tag, an dem ich meinen Spind im Krankenhaus ausräumen musste.“ Lena ist berufsunfähig. „Als herauskam, dass ich nicht mehr arbeiten kann, dass noch nicht mal mehr eine Umschulung möglich ist, habe ich mich unnütz gefühlt. Unnütz und unbrauchbar.“ Fabian will nach einem langen Trainingsprogramm nun wieder zurück in seinen Beruf. Lena beginnt, auf TikTok ihre Geschichte zu erzählen. Die vielen positiven Reaktionen helfen ihr. Auch dank eines neuen Medikaments findet sie die Kraft, sich um ihre pflegebedürftige Mutter zu kümmern. Und hat sogar einen Job in Aussicht. Rentner zu bleiben: Das ist für beide keine Option.

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