RESPEKT - Demokratische Grundwerte für alle!

Bedingungsloses Grundeinkommen - Großer Wurf oder Riesenbluff? (2019)

bis 19:30
Gesellschaft und Politik
  • Stereo
  • Breitwand-Format 16:9
  • Untertitel
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VPS 19:00

Übersicht

Was verändern 1000 Euro monatlich ohne jede Vorbedingung oder Gegenleistung? Wird die soziale Kluft geringer? Sterben Berufe aus, die keiner gern macht? Wird überhaupt niemand mehr arbeiten? Werden wir alle glücklicher? Rainer Maria Jilg fragt nach möglichen Folgen. Mit Michael Bohmeyer, der schon knapp 300 Menschen ein bedingungsloses Grundeinkommen verschafft hat, trifft er einen neuen Gewinner. Und er diskutiert mit dem Armutsforscher Christoph Butterwegge.

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    1000 Euro wären doch schön. Jeden Monat, einfach so. Ohne Gegenleistung, ohne Nachweise. Ein bedingungsloses Grundeinkommen für jeden Bürger. Das ist der Weg in eine freiere, menschenwürdigere Gesellschaft und die einzige Rettung, wenn bald Roboter die meisten Jobs übernehmen - sagen Befürworter. Gegner argumentieren, dass es jede Arbeitsmoral zerstört, zutiefst ungerecht ist und letztlich nur ein perfider Trick neoliberaler Kapitalisten, um sich das verhasste Sozialsystem vom Hals zu schaffen. Verändert es wirklich alles, wenn jeder Bundesbürger ab Geburt ein garantiertes Grundeinkommen hat? Warum sollten die Menschen dann noch arbeiten gehen? Mildert oder verstärkt das die soziale Spaltung? Was wird aus Jobs, die keiner haben will? In der RESPEKT-Reportage macht sich Rainer Maria Jilg auf die Suche nach den Auswirkungen eines bedingungsloses Grundeinkommen - für die Gesellschaft und für jeden Einzelnen von uns. Er trifft Michael Bohmeyer, der 2014 den Verein „Mein Grundeinkommen“ gegründet hat. Durch Spenden von über 100.000 Menschen hat er mittlerweile schon fast 300 Losgewinnern für ein Jahr ein bedingungsloses Grundeinkommen ermöglicht. Einen davon besuchen Bohmeyer und Jilg. Was verändert sich in einem Leben, wenn plötzlich monatlich 1000 Euro mehr auf dem Konto sind. Macht das faul oder motiviert es, sich zu verwirklichen, anderen zu helfen - und macht die Gesellschaft so menschlicher? Keineswegs, widerspricht der Armutsforscher Christoph Butterwegge. Er findet ein Grundeinkommen als Alternative zu Hartz IV, Arbeitslosen- oder Kindergeld unsozial: Reiche brauchen das Geld nicht und für Bedürftige wäre es zu wenig. Auch die Gewerkschaften sind Gegner des bedingungslosen Grundeinkommens. Berechtigte Sorge vor Sozialabbau oder die Angst überflüssig zu werden in einer Gesellschaft, deren Mitglieder nicht mehr durch zu geringe Löhne ausgenützt werden. RESPEKT zeigt, wie das bedingungslose Grundeinkommen möglicherweise finanziert werden könnte und welche Veränderungen in einer Gesellschaft dadurch vielleicht möglich wären.

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    Personen

    Moderator:Rainer Jilg

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