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Arbeit verschleißt Humanressourcen - und die der Erde gleich mit. Um das große Burn-out zu vermeiden, hat „Tracks“ ein paar Lösungen parat: universelles Grundeinkommen, organisierte Wachstumsrücknahme - oder ein radikaler Ausstieg aus dem Arbeitsmarkt. Bereit fürs Ärmel hochkrempeln - zum Nichtstun?
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Proletarier aller Länder, vereinigt euch! Die Arbeit, der bewaffnete Arm einer zunehmend unkontrollierbaren Produktivität, verschleißt Humanressourcen, verleiht dem Leben zwangsläufig Struktur und soll sogar sinnstiftend sein. Aber keine Panik, denn „Tracks“ versucht schon lange zu verstehen, wie man dem Hamsterrad am besten entkommt: Da gab es unter anderem die entschleunigten Japaner des „Faultier-Clubs“, die Wild Roots, die in West-Virginia bewusst in die Steinzeit zurückkehren, und die Nachahmer des Dude, der Kult gewordenen Hauptfigur des Films „The Big Lebowski“.
Und heute? Die Umweltkrise hat bereits ihren Zenit überschritten - und mit ihr vielleicht auch die ungehemmte Konsumgesellschaft im kapitalistischen Wirtschaftssystem. Vielleicht zwingt Mutter Natur die Menschheit zum Umdenken? Für den britischen Ökonom Daniel Susskind kommt als nächstes ohnehin die Ära der Maschinen, und bei kontinuierlich steigender Weltbevölkerung wird es nicht genug Arbeit für alle geben.
Soll man darauf mit der Vier-Tage-Woche oder dem universellen Grundeinkommen reagieren? Oder einfach radikal weniger arbeiten, wie die Philosophin Céline Marty vorschlägt? Wer sind diese Menschen, die bereits ein Leben jenseits des Arbeitsmarkts führen, im Einklang mit den Überzeugungen des Soziologen Michel Lallement?
Die Dokumentation schöpft aus den Archiven der Sendung „Tracks“ und stellt eine Kollektion für all diejenigen zusammen, die sich weigern, der Aufforderung „Think Big“ zu folgen, die sich von Überflüssigem und Diktaten freimachen und nicht länger funktionierende Institutionen loswerden wollen. Jede Reportage beleuchtet alternative Denk- und Lebensweisen - ohne Beschönigung, aber auch ohne Vorurteile. Wieder einmal lädt „Tracks“ dazu ein, Gewissheiten ins Wanken zu bringen.
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Synchronfassung
Personen