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Upcycling auf hanseatisch: Im Mittelpunkt dieser „Nordreportage“ stehen kreative Manufakturen aus der Freien und Hansestadt Hamburg, die Dingen und Materialien ein zweites Leben geben und damit neue Wege jenseits von Massenproduktion und Wegwerfmentalität aufzeigen. Mode, Möbel und allerlei Gebrauchsgegenstände werden aus Dingen gemacht, die eigentlich „Abfall“ sind.Auf der Hamburger Binneninsel Peute auf der Veddel fertigt der Designer und Möbeltischler Dag Perslow in seiner Manufaktur JANSSON Mashup Design aus altem Hafen- und Bauholz Möbel im skandinavischen Stil. Dag verarbeitet Hölzer mit Geschichte und Vergangenheit: massive Dalben aus dem Hamburger Hafen, verwitterte Stegplanken von Nord- oder Ostsee. Oder eine norddeutsche Eiche, die einem der letzten Herbststürme zum Opfer gefallen ist. Vor ein paar Jahren hängte der ehemalige Projektmanager seinen Job an den Nagel und machte seinen Kindheitstraum wahr: Möbel zu entwerfen und in der eigenen Werkstatt zu bauen. „Die Nordreportage“ schaut dem Autodidakten bei seiner kreativen Arbeit über die Schulter.Lockengelöt ist ein Produktdesign-Label aus Hamburg. Was 2004 als komische Idee für ein Geschäft startete, nachdem ein Nachbar ein altes Ölfass vorbeibrachte, ist inzwischen zu einem Unternehmen mit lokaler und nachhaltiger Produktion, weltweitem Versand und eigenem Ladenlokal gewachsen. Die beiden Gründer Dennis Schnelting und Carsten Trill arbeiten mit Ölfässern, Vinylplatten, Skateboards und Büchern und bauen daraus Möbel, Lampen, Uhren, Schmuck und vieles mehr. Wichtig ist den beiden, dass gut gemachte, langlebige und funktionale Produkte entstehen - und dass das Portfolio wächst. Die neuste Entwicklung des Teams: Ein stylischer Saugroboter-Schrank im typisch bunten Lockengelöt-Look, in den der Sauger nach getaner Arbeit „einparken“ kann.Bei NONOI Studio dreht sich alles um Textilien. Der Name NONOI (abgeleitet: nicht neu) steht für Secondhandstücke, aus denen neue, limitierte und langlebige Kleidung im Upcyclingverfahren produziert wird. Hinter dem Unternehmen stehen die jungen Gründerinnen Sophie Koop und Katharina Rybakov, die das Start-up 2020 ins Leben gerufen haben. Das Label macht nachhaltige und besondere Mode für Verbraucher*innen, nimmt aber auch B2B-Aufträge mit großen Stückzahlen an. So entstehen z. B. aus ausrangierten Miles+More-Business-Class-Decken Kosmetik- und Bauchtaschen. NONOI-Mode wird ausschließlich aus Naturfaseraltkleidern gefertigt, die aufgrund von Verschmutzungen und Löchern nicht mehr getragen werden können. Vertrieben werden die Einzelstücke im Onlineshop und im Pop-up-Store eines Hamburger Hotels. „Die Nordreportage“ begleitet die beiden Designerinnen bei Marketingaktivitäten, Materialbeschaffung und beim Produktionsprozess ihrer Stücke.
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