Ostereier - Fantastisch, bunt und voller Magie

Österreich, 2020
bis 03:20
Brauchtum
  • Stereo
  • Breitwand-Format 16:9
  • Untertitel
  • HDTV
  • 20260407015000
VPS 01:50

Themen

    Details

    Anita Lackenberger stellt in ihrem Film verschiedene Techniken des Ostereier-Schmückens aus Österreich, Deutschland, der Schweiz, Ungarn, Tschechien und Rumänien vor und erzählt von regionalen Osterbräuchen. * Ostereier-Kunststücke entstehen etwa durch das wiederholte Auftragen von Schutz- und Glückssymbolen aus Wachs, dazwischen werden die Eier in immer neue Farben getaucht. Andere Eier werden zuerst gefärbt, bevor mit einem Stahlmesser Muster eingekratzt werden. Sogenannte „beschlagene Ostereier“ sind gar mit Ornamenten aus Metall geschmückt, die mit kleinen Nägeln an der Schale befestigt sind. * Mit der Wachstechnik arbeiten sorbische Künstlerinnen und Künstler im deutschen Brandenburg. Aus Punkten, Strichen und Dreiecken ergeben sich für Eingeweihte Sonnen , Bienenwaben oder Kreise (die alles schützen sollen, was sich innerhalb von ihnen befindet). Auch der rumänische Ethnologe Sebastian Paic bedient sich einer Wachstechnik, um seine Ostereier mit traditionellen Mustern zu bemalen. Ob ein Ei gelungen ist, weiß man erst, nachdem das Wachs geschmolzen ist, alle Farbgänge abgeschlossen sind und das Kunstwerk zum Vorschein gekommen ist. Sebastian Paic setzt seine Muster gerne in kulturhistorischen Kontext und ist inzwischen mit seinen Vorträgen in ganz Europa gefragt. Im tschechischen Dorf Borkovany entstehen die außergewöhnlichen mährischen Ostereier. Sie werden schwarz lackiert, dann werden mit einem Stahlmesser Muster eingekratzt. Das „Eier-Kratzen“ ist ebenso z.B. im burgenländischen Stinatz in Österreich Tradition. Die Ursprungsfarben für die Eier waren neben Schwarz auch Rot und Violett. Gerne werden Herzen, Palmkätzchen, Rosen oder Lebensbäume als Muster verwendet. Die Ungarin Boglarka Hodnik beherrscht die seltene Kunst, „beschlagene Ostereier“ herzustellen. Es wird angenommen, dass diese spezielle Technik von Schmiedemeistern erfunden worden ist. Boglarka Hodnik arbeitet mit einer von ihrem Vater entwickelten Mischung aus Zinn und Blei, die flexibel genug ist, um metallische Symbole wie Hufeisen, Blumen oder Kreuze in die richtige Form biegen und auf Eiern anbringen zu können. Eine Dokumentation von Anita Lackenberger

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