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Hühner besitzen eine erstaunliche Intelligenz, ausgeprägte Sinne und ein komplexes Sozialleben. Die Dokumentation zeigt ihre Fähigkeiten: beeindruckendes Sehvermögen bei Futtersuche und Feinderkennung sowie Kampfgeist in der Rangordnung. Forschende weltweit untersuchen sie in Langzeitbeobachtungen, führen Spiegeltests durch und machen sich Gedanken zum Henne-Ei-Problem.
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Auf der Erde gibt es fast dreimal so viele Hühner wie Menschen - und doch zählt der wohl bekannteste Vogel der Welt zugleich zu den rätselhaftesten.Hühner verfügen über eine erstaunliche Intelligenz, außergewöhnliche Sinnesleistungen und ein Sozialleben, das die dramatischsten Realityshows in den Schatten stellt. Die Dokumentation zeigt Haushühner, die beeindruckende Fähigkeiten aufweisen: ein scharfes Sehvermögen bei der Futtersuche oder beim Erspähen von Fressfeinden ebenso wie einen ausgeprägten Kampfgeist, wenn es um die Rangordnung im Hühnerstall geht.Doch selbst auf dem Bauernhof lauern ihnen Gefahren. Räuber wie Nattern, Rotschwanzbussarde oder Wiesel sind stets auf der Suche nach leichter Beute.In Minnesota versucht Landwirt Reginaldo Haslett-Marroquin, seine Hühner trotz aller Bedrohungen unter möglichst natürlichen Bedingungen zu halten. Auf seiner Farm ahmt er die ursprünglichen Lebensräume der Tiere im Dschungel nach.In Key West, Florida, zeigen verwilderte Hühner, dass sie auch ohne den Schutz eines Bauernhofs überleben können: Dort bewegen sie sich frei auf den Straßen und gehören längst zum Stadtbild.Einige Hennen beweisen außerdem, dass sie alles andere als ein „Vogelhirn“ besitzen. Sie lernen, Formen und Farben zu unterscheiden - eine Gedächtnisleistung, die ihnen sogar einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde eingebracht hat. Der Wissenschaftler Dr. Suresh Neethirajan von der Dalhousie University nutzt KI, um die „Sprache“ der Hühner zu analysieren.In Deutschland untersuchen Forschende mit Spiegeltests, ob Hühner sich selbst erkennen können - was auf ein mögliches Ichbewusstsein hindeuten würde. Im Vereinigten Königreich widmet sich der Paläontologe Dr. Michael Benton einer der ältesten Fragen der Menschheit: „Was war zuerst da - das Huhn oder das Ei?“ Und in Frankreich, wo der Hahn als inoffizielles Nationalsymbol gilt, arbeitet Bruno Lomenède daran, bedrohte Rassen wie das Crève-Coeur-Huhn vor dem Aussterben zu bewahren. Die Erhaltung ihrer genetischen Vielfalt könnte für die Zukunft der Hühnerpopulationen weltweit entscheidend sein.Die Schönheit und Vielfalt dieser Tiere zeigt sich schließlich auf einer „Feder-Modenschau“. Heute gibt es zahlreiche Hühnerrassen, die vermutlich alle auf das ursprünglich in Süd- und Südostasien lebende Bankivahuhn zurückgehen. Dieses wurde vor einigen Tausend Jahren domestiziert. Seitdem leben die Hühner an der Seite des Menschen - oft missverstanden und unterschätzt.
Hinweis
Synchronfassung
Personen