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Stille als Chance: Meditationsprofi Andreas de Bruin lädt zur inneren Einkehr vor Kunst, Musiker Martin Kohlstedt findet Ruhe im Wald - und bei seinen Gigs. Politologin Zineb Fahsi möchte Yoga von der kapitalistischen Selbstoptimierung befreien und Trickfilmer Johan Oettinger vereint den meditativen Arbeitsprozess der Puppenanimation mit der Dynamik eines Action-Games.
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„Musik macht Stille hörbar“, sagt Martin Kohlstedt. Niemand weiß, was bei seinen Konzerten zu hören sein wird, auch er selbst nicht. Der Klangkünstler spielt am Klavier und improvisiert parallel mit Keyboards und Synthesizern. Ruhe und Inspiration findet Kohlstedt auch im Wald. „Twist“ besucht ihn in seiner Wahlheimat Weimar.
Im traditionellen Yoga gilt Stille als Heilmittel gegen Leiden, die durch den äußeren Lärm versursacht werden. Doch in der westlichen Welt wurde es „laut“ im Yoga und die Selbstheilung zum Mittel der Selbstoptimierung, schreibt die Politologin Zineb Fahsi in ihrem Buch „Yoga, der neue Geist des Kapitalismus“. In Lyon unterrichtet sie achtsames Yoga - gegen Normierung und Leistungsdruck.
Für Andreas de Bruin spielt Stille eine zentrale Rolle. Er meditiert täglich und malt leuchtend farbige Bilder, die ihm in der Stille begegnen. Als erster Professor in Deutschland unterrichtet er Achtsamkeit und Meditation als reguläres Fach. Sein „Münchner Modell“ wurde international wegweisend. Im Kurs „Meditation and Art“ führt der gebürtige Niederländer Studierende in der Alten Pinakothek zu „Kraftblöcken“: Gemälde von Rafael, Dürer oder da Vinci.
Die Puppentrickfiguren Kurt und Klara sind völlig sprachlos. Sie leben in einer Zauberwelt und haben keine Münder. Die Idee zum Computerspiel „Out of Words“ hatte der Trickfilmer Johan Oettinger. Im meditativen Arbeitsprozess werden die Puppen Bild für Bild animiert. Ziel des Spiels ist, dass Kurt und Klara ihre Sprache wiederfinden. Lösen lassen sich die kniffligen Aufgaben nur im Team.
Hinweis
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Top-Spielfilm am 22.03.
Spielfilm
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