Übersicht
Salvador Allende wollte Chile modernisieren und die Armut bekämpfen. Doch die Konservativen des Landes organisierten kurz nach seiner Wahl zum Präsidenten eine Reihe wilder Streiks - und auch das Weiße Haus drehte Chiles Wirtschaft den Hahn ab. Als Allendes Gegner begriffen, dass sie ihn mit legalen Methoden nicht ausschalten konnten, bereiteten sie einen Putsch vor.
Themen
Details
Seit 1970 regierte Salvador Allende Chile als erster demokratisch gewählter sozialistischer Präsident - ein Symbol der Hoffnung vor allem für die Armen. Doch die konservative Opposition, unterstützt von den USA, die einen marxistischen Einfluss in Südamerika fürchtete, arbeitete gezielt auf seinen Sturz hin. Bei den Parlamentswahlen 1973 verfehlte die Rechte die nötige Mehrheit, um Allende verfassungsgemäß abzusetzen. Daraufhin baute sie auf Destabilisierung: Die Versorgung der Bevölkerung wurde durch Sabotageakte und die Vernichtung von Vorräten gezielt behindert. Faschistische Gruppen schürten Gewalt, finanziert von Großkonzernen und dem US-Außenministerium. Als sich die Mittelschicht der Opposition anschließt und eine von Christdemokraten unterstützte Lkw-Blockade das Land lahmlegt, ist die Demokratie am Ende. Am 29. Juni 1973 scheiterte zwar ein erster Putschversuch - doch der Umsturz blieb nur eine Frage der Zeit. Mit „Der Kampf um Chile“ schuf Patricio Guzmán ein dokumentarisches Meisterwerk. Der Dreiteiler zeigt die letzten Monate vor dem Putsch: die gespaltene Gesellschaft, die Streiks, die Gewalt in den Straßen Santiagos und schließlich den brennenden Präsidentenpalast. Guzmán, der das sozialistische Projekt von Anfang an begleitete, machte es sich zur Lebensaufgabe, die Erinnerung an die gescheiterte Revolution zu bewahren.
Hinweis
Synchronfassung
Personen