Übersicht
Ein 30 Jahre alter Vermisstenfall landet auf Ingo Thiels Tisch: Nach dem Verschwinden des 15-jährigen Sven bekamen seine verzweifelten Eltern Briefe von einem unbekannten Chris, der sich angeblich auf Reisen mit ihrem Sohn befand. Heute, 30 Jahre später, kommen plötzlich neue Briefe von Chris. - Fernsehfilm (2023) von „Tatort“-Regisseur Niki Stein.
Themen
Details
Unvermittelt taucht Ex-Kommissar Dennert - Ingo Thiels alter Kollege und Lehrmeister - im Polizeipräsidium Mönchengladbach auf. Dennerts Besuch hat einen wichtigen Grund: Es gibt neue Spuren in einem 30 Jahre alten, ungelösten Vermisstenfall. Damals verschwand der 15-jährige Sven eines Abends spurlos. Die eilig zusammengestellte Sonderkommission tappte im Dunkeln. Umso verstörender war es, als schon bald Briefe aus verschiedenen Ländern bei den Eltern eintrafen: alle verfasst von einem Jungen namens Chris. Dieser schrieb, dass es Sven gut gehe und sie sich gemeinsam auf einer längeren Reise befänden.Die Briefe waren für die Nerven der Eltern eine Zerreißprobe. Die Polizei glaubte an einen Trittbrettfahrer, denn einen Chris gab es in Svens Umfeld nicht. Dann kamen plötzlich keine Briefe mehr. 30 Jahre lang. Als die mittlerweile 70-jährigen Eltern eines Tages wieder Briefe von Chris erhalten, trifft sie das schwer. Könnte es doch noch Hoffnung geben, ihren Sohn wiederzufinden?Nun landen die mysteriösen neuen Briefe auf dem Schreibtisch von Ingo Thiel. Er veranlasst eine intensive kriminaltechnische Untersuchung des Beweismaterials. Eine eigens vom LKA bestellte Expertin für operative Fallanalyse bestätigt, dass nicht nur der Duktus der neuen Briefe dem der Jahrzehnte älteren Exemplare gleicht, sondern auch Satzbau und Wortwahl weiterhin auf dem Niveau eines Jugendlichen mit geringem Bildungsstand sind. Das kommt den Ermittlern merkwürdig vor ...
Hinweis
Niki Stein führte bei einer Vielzahl von „Tatort“-Folgen Regie. Großen Erfolg hatte er mit dem Scientology-kritischen Fernsehfilm „Bis nichts mehr bleibt“, der 2010 den Norddeutschen Filmpreis Drehbuch, den Bayerischen Fernsehpreis Buch und Regie sowie 2011 in Biarritz den FIPA d‘Or Drehbuch gewann. Sein Film „Louis van Beethoven“ bekam 2021 beim Deutschen Fernsehpreis und beim österreichischen Film- und Fernsehpreis Romy jeweils zwei Nominierungen. „Briefe aus dem Jenseits“ lief 2023 beim Filmfest Hamburg im Wettbewerb Deutsche Fernsehproduktionen.Audiodeskription, Produktion: ARTE, Lailaps Films, ZDF
Personen
Schauspieler: Rolle | Ingo Thiel Gerd Dennert Winni Karls Dr. Nathalie Sturz Jürgen Renk Julia Klemm Karin Nolden Karl Nolden Tim Koller Friederike Wolf Martha Stachowicz Conny Roth Jessica Klemm Dennis Sven Nolden |
| Regie: | Niki Stein |
| Drehbuch: | Niki Stein, Katja Röder |
| Kostüme: | Claudia Kühlke |
| Kamera: | Arthur W. Ahrweiler |
| Musik: | Jacki Engelken |
| Redaktion: | Matthias Pfeifer, Julius Windhorst |