Die wenigen Exemplare der Waldrappe haben den Weg in warme Wintergefilde vergessen. In einem einzigartigen Projekt bringt ein Team aus Biologen ihnen den Weg über die Alpen per Leichtflugzeug bei.
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Die wenigen Exemplare der Waldrappe haben den Weg in warme Wintergefilde vergessen. In einem einzigartigen Projekt bringt ein Team aus Biologen ihnen den Weg über die Alpen per Leichtflugzeug bei.

Bis ins 17. Jahrhundert war der Waldrapp in Europa verbreitet, doch weil das Fleisch als Delikatesse galt, wurde er gejagt und letztlich ausgerottet.

Der Waldrapp galt als vergessen, war seit Hunderten Jahren in Deutschland ausgestorben. Nur im Zoo haben einige Exemplare überlebt.

Zwischen den Jungvögeln und den menschlichen Vogelmüttern ist eine innige Beziehung entstanden. Die Waldrappe folgen ihnen überall hin und hoffentlich im Herbst auch über die Alpen ins Winterquartier.

Der Waldrapp galt als vergessen, war seit Hunderten Jahren in Deutschland ausgestorben. Nur im Zoo haben einige Exemplare überlebt.

Die von Menschenhand aufgezogenen Waldrappe sind so auf die Biologinnen geprägt, dass sie sogar deren Leichtflugzeug über die Alpen nach Italien folgen.
Übersicht
Der exotisch anmutende Waldrapp gehört zu den bedrohten Vogelarten, hierzulande gibt es nur im Zoo noch einige Exemplare. In freier Natur würden die Ibisvögel im Winter von Deutschland nach Italien fliegen, Zootiere hingegen kennen Weg den Weg nicht. Ein Team aus menschlichen Vogelmüttern zieht Küken von Hand auf, um mit ihnen im Spätherbst über die
Alpen zu fliegen.
Ein Abenteuer für Mensch und Vogel.
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Details
Bis ins 17. Jahrhundert war der Waldrapp in Europa verbreitet, doch weil das Fleisch als Delikatesse galt, wurde er gejagt und letztlich ausgerottet. Es gibt ihn bei uns nur noch im Zoo. Der Biologe Johannes Fritz hat es sich mit seinem Team zur Aufgabe gemacht, den Waldrapp in
Bayern wieder anzusiedeln. An der mächtigen Wehrmauer von Burghausen haben er und sein Team spezielle Nistplattformen errichtet und eine Brutkolonie aufgebaut. Nur hier gibt es noch Vogel-Elternpaare, die ihr Wissen an ihre Jungen weitergeben können.Das Auswildern von Waldrappen ist besonders schwierig, weil sie Zugvögel sind und somit den Weg ins warme italienische Winterquartier kennen müssen. Johannes Fritz bringt den Tieren die Flugroute in einem aufwendigen Training bei, an dessen Ende die Vögel einem Leichtflugzeug gen Süden folgen sollen. Damit sie das tun, werden die Küken von menschlichen Müttern aufgezogen und stark auf sie ausgerichtet. Über ein halbes Jahr lang sind Corinna, Anne, Lara und Pablo rund um die Uhr bei ihren Ziehkindern, zwischen den Jungvögeln und den Menschen entsteht eine innige
Beziehung. Die menschengeprägten Vögel folgen ihren Ziehmüttern überall hin. Am Ende steht der gemeinsame Flug über die Alpen - die Ziehmütter im Leichtflugzeug, die Vogelkinder hinterher. Und wenn sie diesen Weg einmal geflogen sind, dann kennen sie ihn und können ihn an ihre eigenen Küken weitergeben. Aber auf dem Weg über die Alpen lauern viele Gefahren. Die „Schule fürs Leben“ für kleine Waldrappe. „GEO Reportage“ hat das Team ein Jahr lang begleitet.
Hinweis
„GEO Reportage“ präsentiert außergewöhnliche Menschen rund um den Globus.
Personen
Regie: | Angela Schmid, Angelika Vogel |
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