ARD Wissen

Die Welt der Saurier - Siegeszug der Federn (Deutschland, 2023)

bis 19:30
Dokumentation
  • Stereo
  • Breitwand-Format 16:9
  • Untertitel
  • 20260207184500
VPS 18:45

Der Paläontologe Dr. Pascal Godefroit am Königlich Belgischen Institut für Naturwissenschaften leitet die wissenschaftliche Untersuchung von Fossilien aus einer aktuellen Ausgrabung in Wyoming.


Bildauswahl:


Bild 1

Der Paläontologe Dr. Pascal Godefroit am Königlich Belgischen Institut für Naturwissenschaften leitet die wissenschaftliche Untersuchung von Fossilien aus einer aktuellen Ausgrabung in Wyoming.


Bild 2

Deinocheirus bei der Balz: Das Gefieder der Dinosaurier könnte im Laufe ihres Lebens seine Farbe verändert haben- wie bei heutigen Vögeln. Auf diese Weise könnte es nützlich gewesen sein, um die Geschlechter visuell zu unterscheiden.


Bild 3

Deinocheirus stellt die Federn auf und versucht seine Angreifer einzuschüchtern. Die Federn der Dinosaurier dienten, wie bei heutigen Vögeln wohl auch, der visuellen Kommunikation.


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Die Paläontologin Dr. Daniela Schwarz untersucht fossile Federn im Naturkunde Museum Berlin.


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Der Raubsaurier Troodon lebte in der Arktis. Ein wärmender Flaum aus Federn schützte seinen Körper vor der eisigen Kälte. Doch vor allem sein Gehirn verschafft Troodon einen Vorteil - er gilt als einer der intelligentesten Dinosaurier.


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Deinocheirus beim Paarungstanz mit einem Artgenossen. Die Federn der Dinosaurier könnten für die Balz eingesetzt worden sein - ähnlich wie bei heutigen Vögeln.


Bild 8

Zanabazare waren kleine gefiederte Raubsaurier: Wie bunt sie waren, ist bisher nicht bekannt.


Bild 9

Deinocheirus hatte eine lange Schnauze, aber keine Zähne. Er fraß vor allem weiche Pflanzen, aber auch Fische.


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Für Professor Steve Brusatte, Paläontologe an der Universität Edinburgh, brachten Federn entscheidende evolutionäre Vorteile für Dinosaurier.


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Professor Mike Benton erforscht die Farben von Dinosauriern mit Hilfe eines Rasterelektronenmikroskops an der Universität Bristol.


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Ein Team um Yoshitsugu Kobayashi, der Hockkaido University, setzt 2019 das riesige Skelett eines Deinocheirus aus allen Einzelteilen zusammen.

Übersicht

Neueste Forschungen stellen unser Bild von Dinosauriern auf den Kopf: Sie waren nicht nur weiterverbreitet als bisher angenommen, sondern auch wesentlich intelligenter. Verantwortlich für den Erfolg vieler Landbewohner war ein besonderes Merkmal: Federn.

Themen

    Details

    Heute ist klar: Dinosaurier sahen nicht nur bunter und vielfältiger aus als lange vermutet, sie verhielten sich wohl auch völlig anders. Seit der Entdeckung des ersten Dinosaurierknochens in England wurden weltweit tausende von Dinosaurierfossilien ausgegraben. Und es kommen laufend neue Funde dazu. Derzeit wird jede Woche eine neue Dinosaurierart entdeckt. Die Dokumentation zeichnet in hyperrealistischen Animationen die Lebenswelt dieses Giganten der Urzeit nach. Und auch einer der intelligentesten Saurier, der jemals gelebt hat, Troodon, wird digital zum Leben erweckt. Sein Gefieder erlaubte ihm das Überleben in eisigen Regionen. Dazu war Troodon wohl so intelligent wie einige heutige Vögel. Möglicherweise hat er bereits Köder verwendet und strategisch gejagt. Dass gefiederte Dinosaurier weit verbreitet waren, wird in der Forschung immer deutlicher. 1996 wird in China das Fossil eines kleinen Dinosauriers entdeckt: Sinosauropteryx. Schwarze Markierungen umgeben seinen Körper, es sind Federn. Der Fund löst eine Revolution in der Paläontologie aus und verändert das Bild der vermeidlich „grausamen Echse“ nachhaltig. Tatsächlich lassen sich heute dank ausgeklügelter Analysetechniken Farben in Fossilien nachweisen. Allerdings aktuell nur solche, die durch das Pigment Melanin entstehen. Aber Prof. Mike Benton, Paläontologe an der Universität Bristol, vermutet, dass Dinosaurier eine ähnliche farbliche Vielfalt besaßen wie heutige Vögel. Federn halfen Dinosauriern, ihre Nester zu bebrüten und die Eier warmzuhalten. Bei zahlreichen Arten kümmerten sich die Elterntiere wohl auch nach dem Schlüpfen um ihre Jungen und steigerten so die Überlebenschancen. Federn boten den Dinosauriern unzählige evolutionäre Vorteile. Federn boten eine schützende Isolierung und steigerten den Stoffwechsel. Möglicherweise trugen sie sogar dazu bei, dass manche Dinosaurier intelligenter wurden. Dank Federn besiedelten Dinosaurier selbst raue Regionen wie die heutige Arktis und beherrschten so alle Landmassen der damaligen Welt.

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