Drogen - Eine Weltgeschichte

Zwischen Medizin und Missbrauch (Deutschland, 2018)
Folge 2

bis 14:25
Drogen
  • Stereo
  • Breitwand-Format 16:9
  • Untertitel
  • HDTV
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Der Medizinhistoriker Dr. Johannes Mayer erforscht mittelalterliche Rezepturen.


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Der Medizinhistoriker Dr. Johannes Mayer erforscht mittelalterliche Rezepturen.


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Der Mikrobiologe Dr. Ulf Stahl untersucht eine historische Schnapsbrennerei.


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Professor Harald Lesch entdeckt die große Rolle der Drogen für die Medizingeschichte.


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Im 18. Jahrhundert galten Einläufe mit Nikotin als gesundheitsfördernd.


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Professor Harald Lesch entdeckt die Rolle von Heroin und Kokain bei der Entstehung der modernen Medizin.


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London: Im Schlamm der Themse finden Schatzsucher bis heute viele historische Tabakpfeifen.


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Forscher vermuten, dass William Shakespeare in seinen Werken in Metaphern über Cannabis spricht.

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    Details

    Im Mittelalter waren Bier und Wein Grundnahrungsmittel, und Ärzte experimentierten mit Opium. Drogen - das waren wertvolle Arzneimittel. Auch Cannabis wurde gern geraucht. Erst vor 200 Jahren begann unser Zeitalter der synthetischen Drogen - und mit den wichtigen Medikamenten auch der massive Missbrauch. Die Dokumentation zeigt, wie Drogen unsere Zivilisation begleiteten. Der Weg führt nach London, wo eine brisante Frage geklärt wird: War Shakespeare ein Junkie? Der Anlass dazu: Tonpfeifen aus dem Garten des Schriftstellers tragen Cannabis-Spuren. Und Wortspiele in seinem Werk zeigen: Highmacher wurden nur zu gern geraucht. „Terra X“ diskutiert mit Ärzten die Frage: Macht Cannabis wirklich kreativ? Fließen die Sätze im Rausch einfach leichter? Das Ergebnis ist: nein! Aber sicher ist: Der schöne Rausch macht abhängig. Moderator Harald Lesch bringt Ordnung in populäre Vorstellungen von Drogen und widerlegt Irrtümer. Wichtig ist die historische Kraft, die Drogen entfaltet haben: Tabak und seine Spielformen begleiteten nicht nur die Kultur, sondern vor allem die globale Politik der Neuzeit. Der Handel mit Tabak war ein Motor des Kolonialismus, in der Neuen Welt Amerikas entstanden riesige Anbauflächen, um den Nachschub nach Europa sicherzustellen. Aus Asien kamen neue berauschende Entdeckungen und schufen wichtige Handelswege: die Muskatnuss zum Beispiel. Damals war sie als medizinische Droge gefragt. Heute wissen wir, dass sie den psychotropen Wirkstoff Myristicin enthält: ein gefährlicher Stimmungsaufheller. Und die Kartoffel, einst von Kolumbus aus Amerika mitgebracht, wurde in Nordeuropa zu einem wichtigen Grundstoff der Drogenherstellung. „Terra X“ besucht in Brandenburg einen historischen Bauernhof, in dem in einer riesigen, mehrstöckigen Brennanlage einst hochprozentiger Alkohol aus Kartoffelmaische hergestellt wurde. Das war der Treibstoff des industriellen Zeitalters, aber eben auch der billige Kummertrunk von Millionen von Industriearbeitern. Drogen und Medizin bilden auch in der Neuzeit eine wichtige Allianz. Das 19. Jahrhundert wird zum Zeitalter der Pharmazie: Morphium wird aus Opium entwickelt, Kokain aus dem Kokablatt. „Terra X“ zeigt, wie hochwirksame, wichtige Medikamente entstehen - aber erst viel zu spät die verhängnisvolle Sucht erkannt wird.

    Hinweis

    Personen

    Moderator:Harald Lesch

    1 weiterer Sendetermin


    Top-Spielfilm am 15.02.

    Spielfilm

    arte 22:05: Platoon
    arte
    22:05

    22:05:arte Platoon

    USA 1986

    arte, 22:05-00:00 Uhr

    Vietnam, 1967: Der 19-jährige Chris Taylor lässt sein komfortables Leben zu Hause in den USA zurück, um in den Reihen der Armee seinem Land zu dienen. Dort stoßen seine Illusionen auf die Realität. Oliver Stones erste filmische Aufarbeitung des Vietnamkriegs, basierend auf seinen eigenen Erfahrungen als freiwilliger Soldat. Dafür gab es 1987 den Oscar für den besten Film.Getrieben von...
    Platoon
    08:05
    OstwindOstwind
    Rückkehr nach Kaltenbach

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