37°Leben

Leben nach der Gewalt (Deutschland, 2026)

bis 09:30
Gesellschaft und Soziales
  • Stereo
  • Breitwand-Format 16:9
  • Untertitel
  • HDTV
  • 20260322090300
VPS 09:03

"37°Leben"


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"37°Leben"


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Markus Reuss (32) war früher ein professioneller BMX-Fahrer. Weil ihm die Täter mehrmals stark auf den Kopf getreten hatten, war dieser Sport erstmal nicht mehr möglich: "Dass ich lange auf einem Auge nichts sehen konnte, war niederschmetternd für mich."


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Markus (32) wurde in Wuppertal von einer Gruppe alkoholisierter junger Männer zusammengeschlagen. Er erlitt schwerste Kopfverletzungen.


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"Mir war eigentlich relativ schnell klar, dass ich dabei auch hätte sterben können," sagt Markus (32) heute zu der Gewalttat. Er änderte sein Leben. "Ich bin zu der Erkenntnis gekommen, dass man nicht unbedingt soviel Zeit hat, wie man sich vorstellt."


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Annabelle (33 Jahre) aus Mainz wurde bei einem Volksfest verletzt, als ein aggressiver Besucher eine Bierflasche auf sie und ihre Freundinnen warf. Die Glassplitter zerschnitten eine Sehne in ihrem Bein. Ihren Beruf als selbständige Friseurin musste sie aufgeben.


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Markus (32) wurde in Wuppertal von einer Gruppe alkoholisierter junger Männer zusammengeschlagen. Er erlitt schwerste Kopfverletzungen.


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"Ich habe ein halbes Jahr nach der Tat den Entschluss gefasst, Tätowierer zu werden," erzählt Markus (32). "Vorher habe ich das gar nicht in Erwägung gezogen, auch weil meine Mutter Tattoos hasst, "sagt er. "Aber ich dachte, dass es sehr traurig wäre, wenn man die Sachen, von denen man träumt, am Ende nicht mal versucht hat."


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Markus Reuss (32) war früher ein professioneller BMX-Fahrer. Weil ihm die Täter mehrmals stark auf den Kopf getreten hatten, war dieser Sport erstmal nicht mehr möglich: "Dass ich lange auf einem Auge nichts sehen konnte, war niederschmetternd für mich."


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"Mir war eigentlich relativ schnell klar, dass ich dabei auch hätte sterben können," sagt Markus (32) heute zu der Gewalttat. Er änderte sein Leben. "Ich bin zu der Erkenntnis gekommen, dass man nicht unbedingt soviel Zeit hat, wie man sich vorstellt."


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Als Schauspielerin und Komponistin arbeitet Annabelle (33) inzwischen wieder. "Ich möchte leben und meine Lebenslust nicht verlieren." Die Verletzung beim Johannisfest in Mainz ist immer noch nicht völlig behoben. Der Täter wurde nie gefunden.


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Fünf Brüche im Gesicht und fast das Auge verloren: Markus (32) hoffte, dass die Täter, die ihn aus Trunkenheit und Streitsucht zusammengeschlagen hatten, zur Rechenschaft gezogen würden. Doch bis zum Prozess dauerte es vier Jahre und für eine Verurteilung gab es nicht mehr genügend Beweise.

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    Immer wieder werden Menschen Opfer unerwarteter, grundloser Gewalt. Ein Schutz ist nicht möglich. Wie lebt man damit weiter? Markus (32) wird nachts an einer Tankstelle in Wuppertal von einer Gruppe berauschter Jugendlicher halb totgeschlagen. Annabelle (33) wird in Mainz nach einem Stadtfest von einer halb vollen Bierflasche schwer verletzt, die ein Mann in ihre Gruppe wirft. Das Glas der auf sie geworfenen Bierflasche durchtrennt Annabelles Sehne, acht Wochen kann sie nicht laufen. Trotz OP, Reha und Physiotherapie hat sie bis heute chronische Schmerzen. Weil die selbstständige Friseurmeisterin das dauernde Stehen nicht mehr aushält, löst sie ihren Laden auf. Inzwischen arbeitet sie an der Oper Frankfurt nebenbei als Schauspielerin - in Rollen, die sie physisch bewältigen kann. Sie sagt: „Es hat sich in meinem Leben seit der Tat wirklich alles verändert.“ Die Jugendlichen schlugen Markus zu Bode, traten auf seinen Kopf ein. Beide Kiefer sind gebrochen, zehn Tage lang kann er nichts sehen, fast wäre er dauerhaft erblindet. Markus ist klar geworden, dass er an der Wuppertaler Tankstelle genauso gut hätte sterben können. Er hat beschlossen, sein Leben neu aufzustellen. Inzwischen hat er sich mit einem Tattoostudio selbstständig gemacht. Und geheiratet.

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