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Mit seinen farbenfrohen Gemälden von Tanzlokalen und Paaren gilt Auguste Renoir als «Maler des Glücks». Diese Konzentration auf das Schöne hat lange dazu geführt, sein Werk innerhalb der Moderne geringer zu bewerten - als wäre moderne Kunst zwangsläufig ironisch oder desillusioniert.
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Zum 150-jährigen Jubiläum von Renoirs Meisterwerk «Bal du moulin de la Galette» (1876) zeigt das Musée d‘Orsay in Paris eine Ausstellung mit Werken aus den ersten zwanzig Jahren seiner Karriere. In dieser Zeit arbeitet Renoir gemeinsam mit Künstlern wie Manet, Monet und Degas an der Entwicklung einer «Neuen Malerei». Anders als viele seiner impressionistischen Weggefährten richtet er seinen Blick jedoch konsequent auf glückliche Menschen und junge Paare. Renoir selbst lebt damals ein bohèmehaftes Leben, geprägt von Beziehungen jenseits gesellschaftlicher Normen. Seine grossformatigen Bilder von Geselligkeit und Nähe erscheinen so als bewusste Gegenentwürfe zur wachsenden Anonymität und Einsamkeit der modernen Stadt.
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