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Eine Gruppe Teenager lebt in einem Jugendheim. Doch ohne Krisen und Konflikte geht nichts, dafür sind die Temperamente der jungen Frauen zu verschieden, ihr Lebenshunger zu gross, ihr Platz in der Gesellschaft zu prekär. Ein Zwischenfall bringt das Pulverfass zum Explodieren.
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«La Mif» ist französischer Slang und bedeutet «Familie». Die Mädchen, die im Jugendheim leben, haben hier zum ersten Mal so etwas wie eine Familie gefunden. Dabei muss die Heimleiterin immer wieder zwischen menschlicher Nähe und notwendiger beruflicher Distanz abwägen.
Die Gründe, weshalb die Mädchen hier zusammenkommen, sind vielseitig. Alle haben sie aber ein Trauma, das sie zu überwinden versuchen. Ohne Krisen und Konflikte geht nichts. Dafür sind die Temperamente der jungen Frauen zu verschieden. Ihr Lebenshunger zu gross und ihr Platz in der Gesellschaft zu prekär. Dann bringt ein Zwischenfall das Pulverfass zum Explodieren und zeigt gravierende Mängel im Jugendschutzsystem auf.
Im Sozialdrama von Fred Baillif verschwimmen die Grenzen zwischen Fiktion und Dokumentarfilm. Der Genfer Filmemacher setzte bewusst auf Laiendarstellende. Fast alle Darstellende stehen für «La Mif» zum ersten Mal vor der Kamera. So auch die Heimleiterin Claudia Grob, die Lora spielt und für ihre Rolle mit dem Schweizerfilm Preis 2022 in der Kategorie «Beste Hauptdarstellerin» geehrt wurde. Der Regisseur Fred Baillif hatte sie, vor vielen Jahren im Rahmen eines Praktikums zum Sozialarbeiter, kennen und schätzen gelernt.
Hinweis
Personen
Schauspieler: Rolle | Lora Novinha Alison Caroline Précieuse Justine |
| Regie: | Frédéric Baillif |