Vor mir der Süden

Deutschland, 2019
bis 02:30
Dokumentarfilm
  • Stereo
  • Breitwand-Format 16:9
  • Untertitel
  • HDTV
  • 20260407004000
VPS 00:00

Ein altes Schiffswrack liegt im Meer vor Sizilien.


Bildauswahl:


Bild 1

Ein altes Schiffswrack liegt im Meer vor Sizilien.


Bild 2

Morgenstimmung an der südlich von Neapel gelegenen Amalfiküste


Bild 3

Im Flüchtlingslager geht es den Geflüchteten schlecht: Es gibt immer Unruhen und zu wenig Platz für zu viele Menschen.


Bild 4

Ein Strand in Kalabrien in Süditalien: Gegen Ende der Saison ist er leer.


Bild 5

Der bei Touristen beliebte Strand von Jesolo, nördlich von Venedig: Er ist 15 Kilometer lang.


Bild 6

Ein Kreuzfahrtschiff fährt in den Hafen von Venedig ein: Die Touristinnen und Touristen sind nicht bei allen in der Stadt beliebt.


Bild 7

Bei Triest: das Ende von Pier Paolo Pasolinis Reise im Jahr 1959


Bild 8

Ein Fischer beklagt sich über den Müll im Meer: Wenn es Unterstützung vom Staat gäbe, würde er ihn aus dem Wasser fischen.

Übersicht

Italien, 1959: Pier Paolo Pasolini setzt sich im ligurischen Badeort Ventimiglia in seinen Fiat Millecento und umrundet einmal die italienische Küste. 3.000 Kilometer fährt er bis hinauf nach Triest. Seine außergewöhnliche Reise gilt 60 Jahre später als einzigartiges Dokument europäischer Kulturgeschichte. Das im Zeichen des Wirtschaftswunders und des beginnenden Massentourismus prosperierende Italien beschrieb Pasolini mit einer großen Portion Hellsichtigkeit, Empathie und Witz. In „Vor mir der Süden“ begibt sich der deutsche Filmemacher Pepe Danquart auf Pasolinis Spuren.

Themen

    Details

    Die damalige Umrundung unternimmt auch Pepe Danquart als fliegender Flaneur im Fiat Millecento und blickt auf Umbrüche - nicht nur in einem Land, sondern auf einem ganzen Kontinent. So viel lässt sich über Europa erzählen, schaut man nur einmal genauer auf sein Eingangstor: Italien. Der frühere Massentourismus der klassischen Ferienorte wurde durch Millionen Individualreisende abgelöst, die die Schauplätze des historisch-mediterranen Italien überrennen. Wo einst Aufbau herrschte, strömen nun Waren und Dramen an die Küstenorte der Apennin-Halbinsel. Zwischen Dolce Vita und nostalgischer Endzeitstimmung: Pepe Danquart hat einen fesselnden, bildstarken und erhellenden Dokumentarfilm geschaffen, der die Kulturen des Reisens und der Industrie klug miteinander kurzschließt und sie durch den Wandel der Zeiten verfolgt. Danquart, der mit Filmen wie „Am Limit“ visionäre Kinokraft unter Beweis gestellt hat, findet einen liebevollen und humorvollen Umgang mit den neuen Trieben aus dem Boden einer längst vergangenen Zeit. Italien zeigt er als radikales Konzentrat einer europäischen Epoche, die zugleich großartig und bestürzend ist.

    Hinweis

    Personen

    Regie:Pepe Danquart


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