Themen
Details
Die Isle of Skye trägt viele mystische Namen: Nebelinsel, geflügelte Insel, Wolkeninsel. Wenn sich der Himmel öffnet, zeigt sich eine Landschaft von wilder Schönheit: schroffe Klippen, zerklüftete Berge und grüne Weiten, die bis ans Meer reichen. Es sind die Ausläufer der Highlands im Atlantik. Dementsprechend schottisch sind die See, das Wetter und der Alltag auf Skye.Am äußersten Zipfel der Insel, dort wo die Klippen ins Meer abbrechen, treibt Crofter Alan Duncan seine Schafe zusammen. Die Schur steht an und dafür müssen die Tiere von den abgelegenen Weiden auf der Halbinsel Rubha Hunish, dem nördlichsten Punkt der Insel Skye, zurück nach oben. Alan, 75 Jahre alt, kämpft sich eine rund 30 Meter steile Felskante hinunter - ständig bedroht von Steinschlag. Unten sammelt er zwischen Geröll und Atlantik die Herde ein. Dann müssen die Schafe die Klippen hinaufgetrieben werden. Alans neun Border Collies, von der genetischen Anlage her eigentlich perfekte Hütehunde, sind aber eher Gefährten als verlässliche Arbeitstiere. Also muss Alan selbst ran, Schritt für Schritt im rutschigen Hang - ein riskanter Kraftakt. Zur Stärkung gibt´s einen kräftigen Schluck Whisky.Siobhan McFarlane sucht an der Küste nach Spuren, die noch erheblich älter sind als jede Crofter-Tradition. Bei Ebbe gibt das Meer den Blick frei auf steinernen Grund und fossile Schätze: Dinosaurier-Fußabdrücke! Vor mehr als 160 Millionen Jahren stapften hier nämlich riesige Sauropoden durch eine flache Lagune. Ihr tonnenschweres Gewicht drückte sich in den weichen Sand, Ränder wölbten sich auf - genau diese Details sind bis heute erhalten. Doch Wind, Wellen und Erosion nagen an den Abdrücken. Jeder Sturm kann neue Spuren freilegen oder andere allmählich verwischen.Und dann gibt es diese seltenen Tage, an denen Skye beinahe mediterran wirkt: blauer Himmel und 30 Grad Celsius. Ausgerechnet jetzt ruft die Insel zur Härteprobe, zum Start des Glamaig Hill Race. 115 Läuferinnen und Läufer jagen einen 775 Meter hohen Geröllberg hinauf und wieder hinunter. Auch Rachel Shaw hat sich angemeldet, leidenschaftliche Bergläuferin und Kletterin. Schon der Aufstieg ist brutal, doch der Abstieg ist die Hölle: rutschiger Schotter, rollende Steine, kaum Kontrolle. Wer hier stürzt, fällt hart.Vor der Küste zieht es die Umweltaktivistin und Bloggerin Katie Tunn hinaus aufs Wasser. Als „Ocean Advocate“, Anwältin der Meere, beobachtet sie Wale, dokumentiert Sichtungen und koordiniert im Notfall Rettungseinsätze. Mit ihren Onlinevideos macht Katie sichtbar, was unter der Wasseroberfläche meist verborgen bleibt: die Verletzlichkeit des Ozeans.Auf der anderen Seite der Insel tüftelt Paul Noyce an einem technologischen Meisterwerk. In einem Schuppen voller Zahnräder, Hebel und Schrauben will er eine viktorianische Strickmaschine wieder zum Laufen bringen. Das Präzisionsgerät stammt aus einer Zeit, als Maschinen noch aus Tausenden Teilen bestanden. Eine Herausforderung, die den Elektroingenieur an seine Grenzen bringt. Wochenlang dokumentiert er jedes Detail, zerlegt die Technik und fügt alles wieder zusammen. Und dann kommt Pauls nachhaltiger Coup: Er sammelt gebrauchtes Frittenöl bei Fish-and-Chips-Läden und nutzt es als Treibstoff. Mit der Energie aus altem Frittenfett treibt der Tüftler einen Motor von 1937 an. Läuft auf der Insel. Skye is the Limit!
Hinweis
Audiodeskription
Personen
1 weiterer Sendetermin