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Lohnunternehmer Josef Mählmeyer und sein Team fahren Anfang März rund um die Uhr Gülle auf Felder im Oldenburger Münsterland aus, um die durch den langen Winter verspätete Düngung nachzuholen. Der übliche Start am 31. Januar, der „Gülle-Silvester“, war in diesem Jahr durch Frost und Schnee um einen Monat verschoben. Gülle ist wichtig als organischer Dünger für die Pflanzen und Bodenstruktur, erfordert aber präzise Dokumentation, um Nitratbelastungen zu vermeiden.
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Für Lohnunternehmer Josef Mählmeyer und sein Team heißt es an den ersten sonnigen Tagen Anfang März: Gülle fahren rund um die Uhr. Zwölf Lkw, zwei Schlepper und fünf Verteilfässer schicken sie in Steinfeld im Oldenburger Münsterland in Niedersachsen los. Nicht selten sind sie jetzt von morgens um 5:00 Uhr bis abends um 23:00 Uhr unterwegs. Sie müssen die verlorene Zeit der ersten Wochen wieder aufholen.
Eigentlich ist der 31. Januar für die Landwirte ein wichtiger Stichtag: „Gülle-Silvester“, wie sie es nennen. Ab dann darf die Gülle als organischer Dünger wieder auf die Felder gefahren werden. Doch in diesem Jahr gab es ein Problem: Der strenge Winter hat den Zeitplan verschoben. Einen Monat später als geplant kann es nun endlich losgehen. Aber niemand weiß, ob ein weiterer Wintereinbruch oder ein verregnetes Frühjahr weitere Verzögerungen mit sich bringen.
Auch für die Landwirte zählt jeder Tag. Die Gülle ist essenzieller Dünger, der die Pflanzen mit wichtigen Nährstoffen versorgt, die Bodenstruktur verbessert und so für gute Ernten sorgt. Doch eine Überdüngung kann zu einer Nitratbelastung im Boden führen. Landwirte und Lohnunternehmer müssen genau dokumentieren, wie viel Gülle auf die Felder kommt.
„Die Nordreportage“ begleitet das Team vom Lohnunternehmen beim „Gülle ballern unter Zeitdruck“.
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Personen
| Redaktion: | Thomas Fischer, Joachim Grimm |
| von: | Jennifer Gunia |