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Architektur kann dazu beitragen, dass Kranke schneller gesund werden. Diese Folge der Reihe „Die heilende Kraft der Räume“ präsentiert zukunftsgerichtete Architekturprojekte - etwa das Alzheimerdorf in Südfrankreich oder das Kinderkrankenhaus in Shenzhen, das sowohl den hohen medizinischen Ansprüchen als auch den Bedürfnissen der Kinder gerecht wird.
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Bunte Farben, Raum zum Spielen und viel Tageslicht - „Healing Architecture“ kann dazu beitragen, dass Klinikaufenthalte für Kinder angenehmer werden. Eine freundliche, einladende Umgebung hilft, Stress zu reduzieren und baut Ängste ab. Stress belastet das Immunsystem, und wenn Kinder sich entspannen können - vielleicht sogar wohlfühlen - trägt das wesentlich zum Heilungsprozess bei. In der chinesischen Metropole Shenzhen haben die „Healing Architecture“-Expertinnen und -Experten vom Münchner Architekturbüro Nickl & Partner ein riesiges Kinderkrankenhaus mit vielen Fenstern, viel Farbe und nicht zuletzt viel Grün gebaut.Zahlreiche Studien haben belegt, dass der Aufenthalt in der Natur genesungsfördernd ist - für Jung und Alt. Deshalb ist auch das Alzheimerdorf im südfranzösischen Dax von einer großzügigen Grünanlage umgeben, in der sich die Erkrankten frei bewegen können. Das baut Stress und Ängste ab und hält fit. Die Patientinnen und Patienten fühlen sich besser und benötigen erwiesenermaßen weniger Medikamente. Dazu trägt auch bei, dass das gesamte Areal angelegt ist wie ein ganz normales Dorf - mit Wohnhäusern, Marktplatz, Lebensmittelladen und Frisör. Das hilft, sich besser zurechtzufinden.Auch für das „Krankenhaus der Zukunft“ spielt Grün eine zentrale Rolle. Der Entwurf des Rotterdamer Architekturbüros OMA sieht ein Raster von Räumen vor, die sich so um kleine Gärten gruppieren, dass jedes Zimmer einen Blick ins Grüne hat.Heilende Räume tun allen gut, Kindern wie Alten. Mit den Prinzipien der „Healing Architecture“ zu bauen, wird daher in Zukunft immer wichtiger werden.
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