Der Rhein von oben

Der fleißige Rhein (Deutschland, 2013)
Folge 4   Staffel: 1

bis 22:15
  • Stereo
  • Breitwand-Format 16:9
  • HDTV
  • 20260423211500
VPS 00:00

.


Bildauswahl:


Bild 1

.

Themen

    Details

    Die Folge führt mitten durch das Herz der rheinischen Industrie. Diese Region wurde geprägt von Kohle, Stahl und Chemieparks, die sich verkehrsgünstig direkt am Fluss angesiedelt haben. Die Folge führt mitten durch das Herz der rheinischen Industrie. Im Abschnitt zwischen Köln und Duisburg ist der Rhein ein breiter Transportweg, eine fließende Autobahn für die Binnenschiffe. Die Region wurde geprägt von Kohle, Stahl und Chemieparks, die sich verkehrsgünstig direkt am Fluss angesiedelt haben. Neben gigantischen Industrieanlagen liegen die Rheinauen, scheinbar unberührte Naturidylle. Wie eine Nussschale mutet die kleine Fähre „Krokolino“ an, mit der Heiko Dietrich im Sommer die Städter zwischen Köln-Weiss und Köln-Zündorf befördert. Auch privat verbringt Heiko Dietrich seine Zeit auf dem Wasser, ein alter Segler dient ihm als Wohnzimmer und als Werkstatt. Festen Boden unter den Füßen hat er nur noch selten. Der Dom bestimmt das Stadtbild von Köln, kein Gebäude darf höher sein als seine Türme. Gegenüber, am rechten Rheinufer, steht eine Currywurstbude. Eva Vosen und Ralf Jäger führen den Imbiss, der die Würstchen als festes Requisit auch an die Kommissare im Kölner „Tatort“ verkauft. Im nah gelegenen Ruhrgebiet pulsiert der Strom als wirtschaftliche Lebensader, trotz Zechensterben und Niedergang der Montanindustrie. Binnenschiffer ist hier ein Beruf mit Zukunft und für Sarah Rusbült ein Traumjob. In ihrem Betrieb ist sie die erste Frau in der Ausbildung zur Binnenschifferin. In der Rheinaue Ehingen züchtet Elisabeth Nieskens Lamas und Alpakas. Für die Rheingegend eher untypische Tiere: Die Kamelart stammt aus Südamerika und wird wegen ihrer feinen Wolle geschätzt. Im Hafen von Duisburg entdeckt Rolf Köppen Graffiti an den Kais. Der Fotograf dokumentiert die kleinen und die großen Geschichten im Hafen und kommt mit seinem Boot auch in entlegenste Winkel. Auf der so genannten Schrottinsel wird Metall im großen Stil recycled. Ein echter Männerspielplatz zwischen Presse und Schredder, und mittendrin die Auszubildende Linda Eisermann. Völlig entgegengesetzt präsentiert sich die Rheinaue Walsum, ein Rückzugsgebiet für bedrohte Vogelarten und gestresste Großstädter. Direkt unter der Aue liegt ein großes Mineralwasservorkommen. Bis zu zwei Millionen Flaschen Mineralwasser täglich werden hier abgefüllt. Markus Heuvel wacht darüber, dass das Quellwasser von konstanter Qualität bleibt.

    Hinweis

    Die 5-teilige Dokumentarfilmreihe zeigt den bedeutendsten Fluss Europas aus ungewohnter Perspektive: von oben. Im Zusammenspiel von atemberaubenden Luftaufnahmen und eindringlichen Porträts entsteht ein zeitgemäßes Bild des Rheins. Der Rhein ist das Zentrum der europäischen Seele, der größte und bedeutendste Strom des Kontinents. Über Jahrtausende hinweg formte er auf seinem Weg von den Hochalpen zur Nordsee einzigartige Kulturlandschaften, in denen Völker und Natur sich wechselseitig prägten. Es ist kein Zufall, dass der Rhein im deutschen Volksmund seit Jahrhunderten „Vater Rhein“ heißt. Er ist tief in uns Deutschen und Holländern, in Schweizern und Franzosen verankert. Carl Zuckmayer sprach „von der großen Völkermühle. Von der Kelter Europas!“ Und er zählte sie auf, die die Rheinlandschaft geprägt haben: den römischen Feldhauptmann, den jüdischen Gewürzhändler, den Schwarzwälder Flözer und den Müllersbusch aus dem Elsass: „das hat alles am Rhein gelebt, gerauft, gesoffen und gesungen und Kinder gezeugt. Es waren die Besten, mein Lieber! Die Besten der Welt! Und warum? Weil sich die Völker dort vermischt haben. Vermischt - wie die Wasser aus Quellen und Bächen und Flüssen, damit sie zu einem großen, lebendigen Strom zusammenrinnen. Vom Rhein - das heißt: vom Abendland“. Die 5-teilige Dokumentarfilmreihe „Der Rhein von oben“ zeigt den bedeutendsten Fluss Europas aus ungewohnter Perspektive: von oben. Mit der Cineflex-Kamera setzt die Hamburger Produktionsfirma VIDICOM den Rhein in Szene und entdeckt an seinen Ufern Menschen, die am und vom Fluss leben. Im Zusammenspiel von atemberaubenden Luftaufnahmen und eindringlichen Porträts entsteht ein zeitgemäßes Bild des Stroms.[Bild: 16:9 ]

    Personen

    Regie:Peter Bardehle, Heike Nikolaus

    1 weiterer Sendetermin



    TVinfo
    X