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Ein Sohn nimmt Abschied, ist auf Spurensuche. Zu früh ist seine Mutter gestorben. Sie gibt ihm keine Zeit mehr, Fragen zu stellen. Was weiß er schon von ihr jenseits ihrer Mutterrolle?
Ausgehend vom zerstörten Grab der Mutter des Filmemachers beginnt eine Suche nach den verbleibenden Erscheinungen. Trauerzeremonie, Erinnerungsbewegung, Wiederbelebungsversuche.
Das Filmmaterial zersetzt sich wie ein kranker Körper. Die Bilder verblassen, lösen sich auf. So reflektiert der selbst entwickelte 16-mm-Film in seiner Materialität und dessen Beschädigung den gescheiterten Versuch, das Verlorene festzuhalten.
„ghosting mother“ erhielt bei den „Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen“ 2025 eine lobende Erwähnung der Jury des NRW-Wettbewerbs sowie den Preis der WDR Westart-Zuschauerjury.
Aus den Begründungen der Jurys: „Was wissen wir voneinander? Welche Erinnerungen bleiben? Ein sehr persönlicher Film. Zutiefst berührend. Experimentell. Auf der Suche nach Erinnerung porträtiert der Filmemacher nicht nur seine Mutter, sondern auch den Versuch, ein eigenes Ritual der Trauer zu schaffen.“
Bernard Mescherowsky, geboren 1996, wuchs in Belgien und Deutschland auf. 2021 nahm er sein Studium an der Kunsthochschule für Medien Köln auf. Zwischen Ausstellungsraum und Kino kreisen seine Arbeiten um Fragen der Identität, Erinnerung, der sozialen Strukturen und der Medialität des Gedächtnisses.
3sat zeigt „ghosting mother“ als TV-Premiere im Rahmen seines alljährlichen Kurzfilmprogramms, das die Medienpartnerschaft von 3sat und den „Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen“ begleitet.
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