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Steinreich wurde Idar-Oberstein, als vor Jahrhunderten die ersten Achate in den Felsen aus Vulkangestein entdeckt wurden und seine Edelsteinschleifer, Goldschmiede und Fasser bald zu den Besten der Welt zählten. Und heute? Jens Hübschen begibt sich auf die Spur der Steine, in die Edelsteinwelt von Idar-Oberstein im felsigen Naheland.
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Die Minen sind geschlossen, die Edelsteine kommen aus Übersee, die Hoch-Zeit der Modeschmuckindustrie ist vorüber, aber die Steine sind allgegenwärtig in der Stadt. Dort residiert alles, was Rang, Namen und Wichtigkeit hat im Edelsteingewerbe, auch die Deutsche Edelsteinbörse findet hier statt. Für Jens Hübschen öffnet sich so mancher Tresor und manche Tür, die Besuchern eigentlich verschlossen bleiben. Er besucht einen Farbedelsteinhändler, der - in 10. Generation - die ganze Welt beliefert und bereist und der seine Heimatstadt an der Nahe nie aufgeben würde für Antwerpen oder Hongkong. Der Senior einer Diamantenhändler-Familie verrät Jens, dass er große Diamanten am einfachsten in der Hosentasche transportiert. In einer alteingesessenen Mineralien-Schleiferei erfährt Jens am eigenen Leib, wie hart und kräftezehrend dieses Handwerk ist. Im Deutschen Edelsteinmuseum erlebt Jens Hübschen die unglaubliche Kunstfertigkeit der Idar-Obersteiner Edelsteinwerkstätten, die im 19. Jahrhundert sogar für den berühmten Juwelier Fabergé in St. Petersburg arbeiteten. Die Hochschule für Schmuck- und Edelsteindesign bringt jährlich mehrere Sieger in Designpreisen hervor und immer wieder bleiben Absolventen vor Ort und tragen mit neuen, schrägen und ausgefeilten Ideen und Konzepten die Schmucktradition Idar-Obersteins in die Zukunft. Jens Hübschen auf einer faszinierenden Expedition ins Edelsteinland.
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